Die Südwestwetterlage wird sich im Zeitraum zwischen dem 16./20. Oktober über Mitteleuropa aufbauen und mit sehr warmen Temperaturen von +14/+22 Grad für Abwechslungsreiches Wetter sorgen. Geht es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle , so wird der hohe Luftdruck in ab Mitte kommender Woche über Skandinavien abgebaut, so dass sich dort zum 18. Oktober ein Tiefdruckzentrum manifestieren kann. Nun liegt über dem nördlichen Skandinavien bereits ein Kaltluftkörper und Aufgrund des tiefen Luftdrucks wird dieser auf den Atlantik in Richtung Island/England "katapultiert", was dem Tief über Skandinavien weitere Energie zuführt und dessen Luftdruck auf bis 975 hPa fallen kann. Gleichzeitig liegt über dem südöstlichen Europa in Winkelform ein Hochdruckverbund zwischen einem Hoch über dem westlichen Russland und dem Mittelmeer, was zu der oben angeführten Südwestwetterlage führen wird. Auf dem Atlantik baut sich das Azorenhoch in Richtung Grönland auf und blockiert die atlantische Frontalzone, so dass die gestörte Zirkulation weiter anhalten wird. Bei genauerer Betrachtung steigt die Wahrscheinlichkeit für den Verbleib der überwiegend südwestlich ausgerichtete Wetterlage bis zum 25./27. Oktober über Mitteleuropa. Erst zum Ende des Monats sind auch über Kanada die ersten großflächigen Kälteeinbrüche erkennbar, was die "klassische" Wetterküche bei Neufundland anheizen wird und über kurz oder lang Westwindwetter nach Mitteleuropa bringt. Für Winterfans sind das - zumindest für den November - alles andere als gute Voraussetzungen, warum? Der sog. NAO-Index (Positiv/Negativ) war/ist über weite Teile des Oktobers negativ geprägt, was die gestörte Zirkulation erhalten hat. Normalisiert sich dieser, bzw. wird positiv, so liegt das Azorenhoch da wo es hingehört - über den Azoren. Gleichzeitig können mit den Kaltluftmassen von Norden her auf warme Luftmassen auf dem Atlantik prallen, was die Sturmtiefaktivität anheizt, so dass sich normale Strömungsmuster wieder herstellen können. Es bleibt abzuwarten, ob dies gelingen mag, die wesentlichen Randfaktoren zeigen momentan allesamt keine Extremwinterkonstellation und sind eher auf normales bis allenfalls leicht zu warmes Winterwetter ausgerichtet.

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