Wie im Herbst so üblich bringt ein Hochdrucksystem nicht nur Sonnenschein, sondern auch Nebel, bzw. Hochnebel mit sich. Somit ist die kommende Woche bis zum Donnerstag von Sonne und Nebel geprägt, wobei die Temperaturen - je nach Sonnenschein - mit +9/+20 Grad durchaus angenehm sein können. Der Grund für diese stabile Hochdruckwetterlage ist ein Trogsystem von Grönland bis zu den Azoren hinunter, welches über Mitteleuropa eine Südwestwetterlage provoziert - dabei kann sich im Laufe der kommenden Woche ein eigenständiges Hochdrucksystem über Mitteleuropa ausbilden. Im Verbund der beiden Systeme werden jedoch massiv warme Luftmassen gen Norden transportiert, die dort wiederum auf den Kältepol über Grönland treffen - eine rege Tiefdruckaktivität ist die Folge daraus. Fraglich war in den vergangenen Tagen, wie sich dieser Kältepol verhalten wird - es war aber schon absehbar, dass dieser zwischen dem 9./12. Oktober nach Osten, in Richtung Skandinavien, vorankommen wird. Das ist auch in den heutigen Simulationen der Wettermodelle der Fall - und hier spielt die Position des Hochdrucksystems eine entscheidende Rolle. Liegt es im Westen, bspw. über England, so gelangt Deutschland in eine nördlich gerichtete Luftströmung und kann von den kalten Luftmassen erfasst werden. Ist das der Fall, sinken die Tageshöchstwerte auf +7/+13 Grad ab - es ist aber weiterhin von überwiegend trockenem Wetter auszugehen. Positioniert sich das Hochdrucksystem hingegen weiter östlich zwischen der Nord- und Ostsee, so ändert sich bis zur Monatsmitte rein gar nichts - es bleibt bei Temperaturen zwischen +12/+19 Grad relativ warm, wobei die Auflösung der Nebelfelder eine entscheidende Rolle spielt. Auf jeden Fall haben beide Varianten eines gemeinsam: die gestörte Zirkulation. Es mag der atlantischen Frontalzone schon seit mehreren Monaten nicht mehr gelingen, das "normale" Zirkulationsmuster von West nach Ost herzustellen - stattdessen gibt es Ost - West, Süd - Nord oder Nord- Südwinde, was sich im Jetstreammuster widerspiegelt. Dieser hat zum 10. Oktober hin eine äußerst ausgeprägte Wellenbewegung von Kanada bis nach Sibirien und bis zur Monatsmitte eine kaum geordnete Struktur. Das Langfristmodell bleibt bei seiner Wettervorhersage für den Oktober und November dabei: im Oktober sind normale Temperaturen und normale Niederschlagsverhältnisse zu erwarten, im November normale Temperaturen und etwas erhöhte Niederschlagsneigung. Auch die Winter-Monate Dezember, Januar und Februar ergeben im Gesamtbild einen normalen Temperaturverlauf mit einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung. Anders ausgedrückt sind derzeit keine extreme Wetteraktivitäten über Deutschland zu erkennen.

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