Nach dem durchwachsenen Wochenende setzt sich in der kommenden Woche die Hochdruckbrücke über Mitteleuropa durch. So lösen sich bereits am Montag die teils dichten Wolkenfelder von Westen her auf, so dass im Tagesverlauf vielfach die Sonne zum Vorschein kommen kann. Durch die extreme Wetteraktivität rund um Grönland wird mit Trogvorstoß in Richtung Azoren das Azorenhoch dazu angeregt, seine Position zwischen dem 6./7. Oktober nach Mitteleuropa zu verlagern. Aller Voraussicht nach liegt der Hochdruckkern zum 8./9. Oktober bereits über der Ostsee, was in Deutschland nach Frühnebelauflösung teils sonniges Wetter zur Folge hat. Der Wind kommt überwiegend aus östlichen Richtungen, was die Tagestemperaturen mit +11/+15 Grad auf Oktober-typische Werte hält. Somit bleibt auch in den heutigen Simulationen das erste Oktober-Drittel überwiegend hochdruckdominiert und auch darüber hinaus bleibt in den Simulationen der Wettermodelle das Hochdrucksystem über Skandinavien präsent, so dass eine Verlängerung dieser Hochdruckphase bis zur Monatsmitte wahrscheinlich ist. Der Kältepol bleibt bei Grönland erhalten und weitet sich zur Monatsmitte hin zunehmend nach Osten hin aus, so dass auch das nördliche Skandinavien davon betroffen sein wird. Als Folge daraus kommt die massive Tiefdruckaktivität weiter nach Osten voran und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die atlantische Frontalzone "aufräumen" wird. Das Langfristmodell simuliert in seiner heutigen Wettervorhersage für den Oktober weiterhin normales Wetter. Im November sind normale Temperaturen und eine etwas erhöhte Niederschlagsneigung zu erwarten. Der Dezember zeigt sich hingegen etwas zu trocken sonst normal, der Januar deutlich zu warm und etwas zu nass und der Februar zeigt sich wieder normalisiert. Zusammengefasst ist nach den Simulationen des Langfristmodells zum heutigen Stand von einem normalen Wetterverlauf im Herbst und Winter auszugehen. Erwähnenswert ist noch der Polarwirbel in der Stratosphäre - denn dessen Temperaturstruktur ist mit -64 Grad für Anfang Oktober schon gut ausgebildet und liegt dabei etwas "verschoben" zwischen Grönland, der Barentssee bis über die Karassee, was den Jetstream weit nach Süden bis über die Mittelmeerregion hinunter verschiebt. Dadurch wird dem Hochdrucksystem die Möglichkeit geboten, sich über Mitteleuropa zu manifestieren. Kippt das System so sind im letzten Oktober-Drittel die ersten Schneeflocken nicht unwahrscheinlich.

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