Die Südwestwetterlage stellt sich mit einen Hochdruckrücken zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch bereits zum Sonntag ein. Für die kommende Woche hat das - nach Frühnebelauflösung - freundliches, trockenes und mit Temperaturen zwischen +14/+21 Grad warmes Wetter zur Folge. Der Grund für diese typische Südwestwetterlage im Oktober ist ein kräftiges Hochdrucksystem über Skandinavien, welches den Tiefdruckgebieten auf dem Atlantik Kontra bietet und nur unwesentlich von seiner Position abweicht. Ab dem 4. Oktober strebt das Azorenhoch nach Mitteleuropa und geht eine Verbindung mit dem skandinavischen Hochdrucksystem ein. Gleichzeitig rennen die Tiefdrucksysteme gegen das Hochdrucksystem an, können sich aber nicht behaupten. Stattdessen tendieren diese dazu, sich von Grönland bis zu den Azoren hinunter "einzugraben" (Trog), was das mitteleuropäische Hochdrucksystem stützt und eine südlich ausgerichtete Luftströmung begünstigt. Anders ausgedrückt ist der klassische "goldene Oktober" im Ersten, als auch im zweiten Oktober-Drittel mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent dominierend. Warum ist das schon so relativ sicher? Der Grund ist der kräftige Kaltluftpol über Grönland, welches die Tiefdrucksysteme im engen Kreis um sich herum bewegt, so dass sich über Mitteleuropa - als Gegenpol - Hochdruck ausbilden kann. So lange der Kaltluftpol in dieser Konzentration über Grönland präsent ist, sind Trogausbrüche bis zu den Azoren hinunter wahrscheinlicher als andere Varianten und damit ein mitteleuropäisches Hochdrucksystem mit angenehmen Temperaturen. Aber: sollte es nur ein Cluster schaffen, sich aus dem Kreis zu entfernen, so verschiebt sich der Kältepol in Richtung nördliches Skandinavien und verschiebt somit dem Schwerpunkt der Tiefdrucksysteme nach Osten, was für Mitteleuropa typisch nasskaltes Herbstwetter zur Folge hätte - das ist zum heutigen Stand bis 15. Oktober eher unwahrscheinlich. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den trockenen und leicht zu warmen Wettertrend bis zum 14./17. Oktober.

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