Auf bis zu -25 Grad in der Höhe sinken die Temperaturen über Grönland zum 4. Oktober hin ab, so dass in 2 Meter Höhe die Werte auf bis -35 Grad absinken können. Die höhenkalte Luftmassen regen die Tiefdruckaktivität auf dem warmen Atlantik weiter an, sorgt aber dafür, dass die Tiefdrucksysteme zwischen der Labrador See, Island und Grönlandsee eng um diesen Kältepol herumgeführt werden. Als Gegenpol dieser regen Wetteraktivität steht das Azoren- und Skandinavienhoch, welche zwischen dem 3./7. Oktober zu einer Süd- bis Südwestwetterlage über Deutschland sorgen werden, was im Westen grundsätzlich wechselhafteres Wetter als im Osten Folge hat. Solche Hochdruckbrücken sind für den Oktober durchaus typisch, treten jedoch vermehrt im zweiten Oktober-Drittel auf. Spielt man diese Südwestwetterlage mit den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik so weiter, ändert sich zunächst einmal wenig - Die Tiefdrucksysteme rennen gegen das Hoch an, scheitern aber meist und können die atlantische Frontalzone nicht bis nach Mitteleuropa durchsetzen - nicht selten "tropfen" diese Tiefdrucksysteme vor Mitteleuropa ab und bringen mit einer neuerlichen Südströmung erneut warme Luftmassen nach Deutschland (goldener Oktober, Altweibersommer) - gelingt es der Frontalzone aber den hohen Luftdruck über Skandinavien abzubauen, so ist mit einer Nordwest- bis Nordlage schnell Schluss mit dem warmen und trockenen Wetter über Deutschland. Mehrheitlich stehen bis Mitte Oktober die Kontrollläufe hinter dem hochdruckdominierten Wetter über Deutschland, wobei im Zeitraum zwischen dem 4./6. Oktober auch mit Niederschlägen gerechnet werden muss. Das Langfristmodell geht in seiner heutigen Wettervorhersage für Oktober von einem normalen bis leicht zu warmen Wetterverlauf aus. Der November hat den Trend normal bis leicht zu kalt auszufallen, der Dezember normal bis leicht zu kalt und etwas zu trocken, der Januar zu nass und leicht zu warm und der Februar leicht zu warm, sonst normal.

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