In den letzten Tagen gewann das Thema Wetter und der mögliche "Bibber Winter" wieder mehr Aufmerksamkeit in den diversen Medien. Es bleibt aber nach Durchsicht aller zur Verfügung stehenden Daten dabei - der Winter wird höchstwahrscheinlich normal mit einer Tendenz zu einer leicht zu kalten Witterung ausfallen (zu kalt 29 Prozent, normal 47 Prozent, zu warm 24 Prozent) - für einen deutlich zu kalten "Bibber Winter" gibt es keinerlei Hinweise. Betrachtet man das Langfristmodell, so ist eher vom Gegenteil auszugehen. Der Herbst verläuft nach den aktuellen Simulationen im Oktober leicht zu warm, im November normal , wobei die Niederschlagsprognose für den November leicht erhöht ist. Betrachtet man die Wintermonate Dezember 2013, Januar 2014 und Februar 2014, so ist der Dezember als normal, der Januar als leicht zu warm und zu nass und der Februar als deutlich zu warm und in der Niederschlagsprognose als normal einzustufen. Woher kommt also die mediale Aufmerksamkeit? Vermutlich hat die ganze Diskussion etwas mit dem arktischen Eisschild und dessen Rückgang zu tun, welches in der Theorie Hochdruck über dem nördlichen Europa begünstigt und über Mitteleuropa trockenes und kaltes Kontinentalklima ermöglicht (Beitrag Welt.de) . Schaut man auf die Temperaturentwicklung der Wintermonate der letzten 250 Jahre, so erkennt man sehr deutlich, dass die Wintermonate in Deutschland seit 1950 zunehmend wärmer werden, seit 1990 gar deutlich zu warm - auch nach dieser Wahrscheinlichkeit ist man von einem "Bibber-Winter" weit entfernt, wobei man mit lediglich einem T-Shirt bekleidet auch schon bei +10 Grad zu bibbern anfängt.

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