Mit zwei möglichen Varianten scheint das Wetter im ersten Oktober-Drittel relativ klar zu sein. Die erste Variante ist dabei ein Tief im Westen und ein Hoch über Skandinavien, was über Mitteleuropa eine zunächst südliche, später eine östliche Strömungskomponente zur Folge hätte. Die zweite Variante ist ein kräftiges Hoch über dem südöstlichen Europa und kräftige Tiefdruckaktivität rund um Grönland/Island, was in Mitteleuropa zu einer Südwestwetterlage führen wird. Egal welche Variante kommen mag, es bleibt relativ warm. Anders sieht die Situation im Niederschlagsverhalten aus, wobei mit einem Skandinavienhoch grundsätzlich weniger Niederschlag zu erwarten ist, als das bei einer Südwestwetterlage der Fall wäre. Das Skandinavienhoch hätte noch einen weiteren - prägenden - Einfluss auf das Wetter im Oktober da ein Skandinavienhoch meist von großer Beständigkeit ist, ein goldener Herbst wäre in diesem Fall wahrscheinlich. Tendenziell neigen aber die Simulationen der Kontrollläufe im Verhältnis 59:41 zu einer Südwestwetterlage, bei der das erste Oktober-Drittel wechselhaft aber relativ warm ausfallen wird. So verwundert es auch kaum, dass das Langfristmodell in seiner Wettervorhersage für Oktober von einer normalen Niederschlagsprognose und leicht erhöhten Temperaturen ausgeht. Das aber auch eine komplett andere Variante möglich ist, zeigt die derzeit noch theoretische Betrachtung des Kältepols bei Grönland, was grundsätzlich das Azorenhoch dazu anregen sollte, sich gen Norden aufzuwölben. Sollte das passieren, wären die ersten Schneeschauer im zweiten Oktober-Drittel mit Trog Mitteleuropa - in der Theorie - denkbar.

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