Ein Trog über den Azoren regt ein Hoch zum 22. September über Mitteleuropa an. Dabei schläft die atlantische Frontalzone nicht und schickt von Neufundland her ein Sturmtief nach dem anderen in Richtung Mitteleuropa. Dem Hochdrucksystem fehlt dabei der Rückhalt von einen Tiefdrucksystem über dem östlichen Europa, so dass es - einfach ausgedrückt - "haltlos" zwischen den Tiefdruckzentren hin und her bewegt wird. Die Frage die sich dabei stellt - welche Position bezieht das Hochdrucksystem? Liegt das Hoch westlich von Deutschland, so kann von Skandinavien her mit einer nördlichen Strömung kühles Herbstwetter die Folge daraus sein. Liegt das Hoch weiter östlich oder südlich, so ist eine Fortdauer des Altweibersommers wahrscheinlich. Entscheidend ist der kommende Dienstag, 24. September - hier soll sich nach dem amerikanischen Wettermodell ein Tiefdruckzentrum über Skandinavien manifestieren und im weiteren Verlauf gar noch verstärken. Das hätte eine zwischen dem 25./26. September eine Zweiteilung des Wetters in Deutschland zu Folge - kühles (+10/+15 Grad), teils regnerisches Wetter im Norden und wechselnde Bewölkung, überwiegend trockenes und mit +17/+23 Grad warmes Wetter im Süden. Das europäische Wettermodell simuliert am Dienstag kein Tiefdruckzentrum über Skandinavien, stattdessen herrscht Hochdruck vom Mittelmeer über Deutschland bis über das Nordpolarmeer hinauf. Sollte diese Simulation eintreten, so bleibt der Altweibersommer bis zum 28./29. September mit warmen Temperaturen zwischen +17/+24 Grad Wetterbestimmend. Gibt es eine Tendenz, welche Variante wahrscheinlicher ist? Teilt man Deutschland in Nord und Süd, so ist im Süden der verbleib des Altweibersommers bis zum 28./29. September mit 56 Prozent gut möglich - im Norden ist wechselhaftes Wetter ab dem 25. September nicht unwahrscheinlich. Einen Wettertrend haben aber alle Simulationen gemeinsam - eine erneut gestörte Zirkulation zum Monatswechsel. Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Oktober.

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