Wetter im Herbst - Wettertrend vom 18. September

| M. Hoffmann
Das Zirkulationsmuster für die kommende Woche ist klar antizykonal (Hochdruck Mitteleuropa) ausgerichtet. So bleibt das Wetter ab dem kommenden Wochenende weitgehend trocken und ob es warm wird oder kühl bleibt, darüber entscheidet letztlich die Position des Hochdrucksystems. Gemäß dem amerikanischen Wettermodell breitet sich das Hoch vom Mittelmeer bis nach Skandinavien aus und ist zunächst nicht recht steil ausgerichtet. Das hat in Deutschland im Westen eine warme Luftanströmung, im Osten aber eine nördliche und damit kühle Luftströmung zur Folge. Alles in allem erwärmt sich die kühle Luft in der kommenden Woche mit viel Sonnenschein. Die Tageswerte liegen zum aktuellen Stand im Osten verbreitet zwischen +15/+19 Grad, während im Westen +17/+23 Grad erreicht werden können. Das europäische Wettermodell sieht diese Entwicklung ähnlich, jedoch ist hier das Hochdrucksystem weiter im Westen positioniert, so dass ganz Deutschland in eine nördliche Strömungskomponente gerät - zwar ist auch nach dieser Simulation mit viel Sonnenschein zu rechnen, jedoch sind die Tageswerte mit +14/+19 Grad deutlich kühler. Im weiteren Verlauf bleiben die Wettermodelle bis zum 28./30. September bei der gestörten Zirkulation, so dass Tiefdruckeinfluss relativ unwahrscheinlich ist. Die Kontrollläufe stützen beide Varianten und zeigen damit recht deutlich, wie groß die Unsicherheiten im Detail noch sind. Das Temperaturspektrum erstreckt sich im Zeitraum vom 20./27. September zwischen +13/+23 Grad und erreicht einen Mittelwert von +16/+20 Grad. Dabei ist in nahezu allem Kontrollläufen in dem oben genannten Zeitraum keinerlei Niederschlag simuliert, so dass dieses Hochdrucksystem über Mitteleuropa in den Wettermodellen für das letzte September-Drittel manifestiert ist. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 16:30 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Winter 2013/2014.

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© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,7 +2,3 +1,3 546,5 l/m² - zu trocken

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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