Zum kommenden Wochenende deutet in der Wetterentwicklung vieles darauf hin, dass das herbstliche Tiefdrucksystem der Woche nach Südosten hin abziehen wird und damit seinen Einfluss auf Deutschland verliert. Nachfolgend rückt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hochdruckkeil des Azorenhochs nach, was insbesondere östlich der Linie Hamburg - Mannheim für typisches Altweibersommerwetter sorgen kann. Die Temperaturen sind mit +17/+22 Grad auch nicht gerade unangenehm. Blickt man auf den Atlantik, so sind dort - Aufgrund der hohen Temperaturgegensätze zwischen Grönland und dem Atlantik - kräftige Sturmtiefdruckgebiete aktiv. Zusammen mit dem Azorenhoch sind zum kommenden Wochenende die ersten Stürme über England nicht unwahrscheinlich. Im weiteren Verlauf werden diese Tiefdrucksysteme zwischen dem 16./20. September mit einer westlichen bis nordwestlichen Grundströmung auch über Deutschland aktiv sein (38 Prozent). Wind, evtl. auch schon der erste Sturm, Regen, herbstliche Temperaturen und insgesamt Abwechslungsreiches Wetter ist die Folge daraus. Erst zum 20. September hin gibt es erste Anzeichen von einem schwachen Hochdruckeinfluss, wobei das amerikanische Wettermodell hier durchaus eine kräftige Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch entstehen lässt, was in Deutschland im letzten September-Drittel den Altweibersommer zur Folge hätte. Das europäische Wettermodell simuliert diese Verbindung zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch ebenfalls, jedoch ist hierbei ein Tiefdrucksystem im Osten ein "Spielverderber", der die Lücke mit tiefen Geopotential zwischen England und Deutschland offen hält. Geht es nach den aktuellsten Simulationen der Kontrollläufe, so ist die herbstliche Wetterphase bis zum kommenden Wochenende nahezu gesetzt (67 Prozent). Zwischen dem 14./17. September ist ein kurzer Zwischenhocheinfluss sehr wahrscheinlich (54 Prozent) und im weiteren Verlauf eine herbstliche Phase bis zum 20. September wahrscheinlich (43 Prozent). Das Langfristmodell zeigt für den September unverändert normale Werte bei den Temperaturen und im Niederschlagsverhalten. Aber auch der Oktober und November zeigt sich die Niederschlagserwartung äußerst normal, wobei der Oktober leicht, der November deutlich zu trocken ausfallen soll. Für die Wintermonate Dezember, Januar und Februar gibt es ebenfalls die ersten Wettertrends, die aber allesamt als normal bewertet werden können. Bei den Randfaktoren (Sonnenaktivität, El Niño etc.) zeigen sich ebenfalls keine sonderliche Abweichungen, so dass der Wettertrend - zum heutigen Stand - zum Winter 2013/2014 überwiegend normal ist.

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