Der Wetterverlauf in der kommenden Woche ist in den Simulationen der Wettermodelle zwischenzeitlich klar strukturiert. Das Tief bei England, welches über das Wochenende und am Montag teils unwetterartige Niederschläge mit sich führt, verlagert seinen Schwerpunkt bis zur Wochenmitte direkt über Deutschland. Somit schwindet der Einfluss der Hochdruckbrücke auf Mitteleuropa. In raschen Abständen folgen weitere Tiefdrucksysteme nach, so dass der Nachschub aus nordwestlichen Richtungen über die Woche hin anhalten wird. Die Temperaturen kühlen bei wechselhaften Wetter mit etwas Sonnenschein auf +15/+21 Grad, bei regnerischem Wetter und starker Bewölkung auf +8/+15 Grad ab - der Herbst lässt grüßen - besonders in den Nächten gehen die Temperaturen teils unter +5 Grad runter. Zwischen dem 15./20. September strömt weiterhin kalte Luft über Grönland auf den Atlantik, so dass die "Wetterküche" auf dem Atlantik weiter an Dynamik zunehmen kann. Dabei steigt zum heutigen Stand die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden normalen bis leicht zu kühlen und wechselhaften Wetterphase bis zum 20. September. Eine Hochdruckverbindung zwischen dem Azoren- und Russlandhoch ist zwar weiterhin möglich, jedoch mit zunehmender Kaltphase über Grönland immer unwahrscheinlicher (34 Prozent). Die Kontrollläufe sehen zwischen dem 10./15. September mehrheitlich eine leicht zu kühle und wechselhafte Wetterphase. Zwischen dem 15./20. September ein sich langsam normalisierendes Wetter mit einer niedrigeren Niederschlagswahrscheinlichkeit im Süden. Die kommende Veränderung der Großwetterlage wird entscheidend darüber sein, ob es im weiteren Verlauf des Herbstes zu einer Erhaltungsneigung der Hochdruckwetterlage oder zu einem Ausgleichsverhalten mit klassischem Herbstwetter kommt. Das Langfristmodell tendiert heute zu einer Erhaltungsneigung, da sowohl der Oktober als auch der November etwas zu trocken und normal bis leicht zu warm simuliert werden.

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