Die außergewöhnlich warme, ja teils heiße Wetterkonstellation der kommenden Tage wird auch zum Beginn der kommenden Woche mit hoher Wahrscheinlichkeit (59 Prozent) anhalten. Dabei kommt das fast stationäre Tiefdrucksystem im Westen etwas weiter nach Osten voran und kann in der ersten Wochenhälfte etwa westlich der Linie Lübeck - Zugspitze das Unwetterpotential ansteigen lassen. Es bleibt aber mit Temperaturen zwischen +24/+29 Grad teils hochsommerlich warm. Darüber hinaus simulieren die Wettermodelle erneut den Versuch eine halbwegs normale Zirkulation herzustellen, wobei das Skandinavienhoch mehr oder minder präsent bleibt. Anders ausgedrückt gibt es bei einer solchen konstellation zwei Varianten, welche im zweiten September-Drittel dominierend sein können. Zum einen rückt über dem nördlichen Kanada/Grönland erneut kalte Luft (-10/-25 Grad) in der Höhe vor, so dass die atlantische Wetterküche zwischen Neufundland und Island angeregt wird. Mit zahlreichen Tiefdrucksystemen versucht die atlantische Frontalzone das Hochdrucksystem über Skandinavien abzubauen, so dass der Einfluss der Frontalzone über Mitteleuropa zunehmen kann. Das Resultat wäre klassisches Herbstwetter mit Wind, Regen und kühlen Temperaturen. Die zweite Variante wäre eine Hochdruckverschiebung des Azorenhochs in Richtung Mitteleuropa, was den klassischen Spätsommer zur Folge haben kann. Einig sind sich die Wettermodelle darüber, dass das spät bis hoch sommerliche Wetter noch bis zum 10./11. September anhalten wird. Darüber hinaus deutet im Wettertrend vieles auf eine Umstellungsphase bis zum 15./17. September hin, bevor zum letzten-September-Drittel eine niederschlagsreichere Phase beginnen könnte. Die Kontrollläufe sehen den Wetter-Verlauf bis zum 9./10. September relativ stabil mit einer Zunahme der Niederschlagstendenz ab dem 7. September (Schauer und Gewitter). Ein negativer Trend ist ab den 13. September zu erkennen, sowie eine weitere Zunahme der Niederschlagswahrscheinlichkeit. Alles in allem simulieren die Kontrollläufe im Mittel dennoch +2/+5 Grad zu warme Temperaturen gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel. Anders ausgedrückt: Spätsommer noch bis zur Monatsmitte wahrscheinlich, dann allmählicher Übergang zu September-typischen Wetter.

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