Im gestrigen Wettertrend gab es zwei mögliche Wetterentwicklungen zum kommenden Wochenende, welche die Großwetterlage maßgeblich beeinflussen werden - die Entscheidung über herbstliches oder spät sommerliches Wetter steht zum 5./7. September an. Dabei zeigen die Wettermodelle heute einen eindeutigen Wettertrend in Richtung Erhalt des spät sommerlichen Wetters und das kühle West- bis Nordwestwetter sinkt in seiner Wahrscheinlichkeit auf 25 Prozent ab. Was ist passiert? Angedeutet hat es sich mit einer etwas höheren Wahrscheinlichkeit schon gestern, dass das Tiefdrucksystem über England seinen Weg nach Osten nicht fortsetzen kann, da dort ein Hochdrucksystem den Weg blockiert. So bleibt dem Tief nicht anderes übrig, als nach Süden hin "abzutropfen" und somit eine intensive Südströmung auszulösen. Dabei bleibt Hochdruck über dem Mittelmeer über Deutschland, England bis hin zu den Azoren erhalten. Das Tief wird sozusagen eingekapselt und über Portugal und Spanien auf Position gehalten, was dort wiederum für erhebliche Niederschlagsmengen sorgen kann. Anders ausgedrückt steigt bereits heute die Wahrscheinlichkeit für einen Fortbestand auf spät sommerliches Wetter zum kommenden Wochenende auf 54 Prozent. Mit der Südströmung kommen auch feuchtere Luftmassen über die Alpen, so dass die Schauer - und Gewitterneigung eine zunehmende Tendenz hat. Interessant ist die Tatsache, dass sowohl das europäische als auch das amerikanische Wettermodell diese Wetterlage nahezu identisch simulieren. Die Kontrollläufe stützen ebenfalls mehrheitlich den spät sommerlichen Trend bis zum 10. September - darüber hinaus ist eine normalisierende, aber immer noch recht warme Wetterlage nicht unwahrscheinlich. Die Niederschlagsrisiko bleibt zwischen dem 7./13. September hoch, dürfte sich aber auf Schauer und Gewitter begrenzen. Sollte sich diese Wetterlage tatsächlich so einstellen, so wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das zweite September-Drittel noch hochdruckdominiert bleiben, da die Zirkulation ein grundsätzlich gestörtes Muster aufweist. Sehr häufig ergeben sich aus einer Nordwärtsbewegung des Azorenhochs blockierende Wetterlagen, so dass das aktive Atlantikwetter kaum eine Chance hat nach Mitteleuropa durchzubrechen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 15:00 Uhr in einem Rückblick auf das Wetter im August 2013.

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