Die Wetterlage zum kommenden Wochenende ist in der Wettervorhersage als nicht einfach einzustufen - allenfalls als Trend. Der Grund hierfür liegt in der Entscheidung, ob es im Anschluss zu einer herbstlich wechselhaften und kühlen Wetterperiode, oder zu einer spät sommerlichen Wetterlage kommt. Einig sind sich die Wettermodelle in dem Punkt, dass es im Zeitraum zwischen dem 7./8. September um etwa 3-7 Grad kühler wird als mit Werten zwischen +25/+30 Grad in den Tagen zuvor und die Niederschlagsneigung eine positive Tendenz hat. Die Großwetterlage zeigt zum 7. September ein zunächst schwach ausgeprägten Tiefdruckkomplex bei England, ein Hoch über dem östlichen Skandinavien und ein Hoch über den Azoren. Daraus ergeben sich in der weiteren Entwicklung zwei wahrscheinliche Varianten. Die Eine ist ein Zusammenbruch der Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, so dass die Tiefdrucksysteme aus nordwestlichen Richtungen kommend in raschen Abständen sich zwischen diese zwei Hochdrucksysteme quetschen können. Teils windiges, wechselhaftes und kühles Herbstwetter wäre die Folge im Zeitraum zwischen dem 7./13. September. Die zweite Variante ist eine "Reaktivierung" des Tiefdrucksystems über dem östlichen Europa, welches das Hoch über Skandinavien auf Position hält oder gar in Richtung Westen verschiebt. Als Reaktion hierauf neigen beide Hochdrucksysteme dazu, eine neuerliche Hochdruckbrücke zwischen den Azoren, England und Skandinavien aufzubauen. Das Tief bei England wird dabei so weit nach Süden abgelenkt, dass es im Zeitraum zwischen dem 7./10. September eine warme Luftströmung aus Südosten anregt, seine Zugbahn aber im Richtung Mittelmeer fortsetzt, was wiederum relativ freundliches Wetter im Norden und teils gewittriges Wetter im Süden zur Folge hat - es bleibt aber spät sommerlich warm. Darüber hinaus verliert das Tiefdrucksystem durch die Abschnürung an Energie, gleichzeitig können durch die Hochdruckbrücke keine Tiefdrucksysteme vom Atlantik her nachfolgen, was im zweiten September-Drittel spät sommerliche Wetterverhältnisse zum Ergebnis hat. Herbst oder Spätsommer, was ist wahrscheinlicher? Ausgedrückt im prozentualen Verhältnis ist das Spätsommerwetter mit 53 Prozent etwas wahrscheinlicher als das Herbstwetter mit 47 Prozent. Die Kontrollläufe zeigen ebenfalls ab dem 7. September einen negativen Wettertrend, ist aber nach Temperaturen von bis an die 30 Grad kein Wunder. Mehrheitlich gleichen sich die Kontrollläufe den für September-typischen Werten an und liegen ab dem 10. September mit +2/+5 Grad wieder über dem langjährigen Temperaturmittel - gleichzeitig sinkt die Niederschlagsprognose. Auch demnach eine etwas erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine spät sommerliche Wetterlage im zweiten September-Drittel.

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