Wetter Winter 2013/2014 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Herbst / Winter 2013/2014 - Wettertrend vom 31. August

Die Wetterlage zum kommenden Wochenende ist in der Wettervorhersage als nicht einfach einzustufen - allenfalls als Trend. Der Grund hierfür liegt in der Entscheidung, ob es im Anschluss zu einer herbstlich wechselhaften und kühlen Wetterperiode, oder zu einer spät sommerlichen Wetterlage kommt. Einig sind sich die Wettermodelle in dem Punkt, dass es im Zeitraum zwischen dem 7./8. September um etwa 3-7 Grad kühler wird als mit Werten zwischen +25/+30 Grad in den Tagen zuvor und die Niederschlagsneigung eine positive Tendenz hat. Die Großwetterlage zeigt zum 7. September ein zunächst schwach ausgeprägten Tiefdruckkomplex bei England, ein Hoch über dem östlichen Skandinavien und ein Hoch über den Azoren. Daraus ergeben sich in der weiteren Entwicklung zwei wahrscheinliche Varianten. Die Eine ist ein Zusammenbruch der Hochdruckbrücke über Mitteleuropa, so dass die Tiefdrucksysteme aus nordwestlichen Richtungen kommend in raschen Abständen sich zwischen diese zwei Hochdrucksysteme quetschen können. Teils windiges, wechselhaftes und kühles Herbstwetter wäre die Folge im Zeitraum zwischen dem 7./13. September. Die zweite Variante ist eine "Reaktivierung" des Tiefdrucksystems über dem östlichen Europa, welches das Hoch über Skandinavien auf Position hält oder gar in Richtung Westen verschiebt. Als Reaktion hierauf neigen beide Hochdrucksysteme dazu, eine neuerliche Hochdruckbrücke zwischen den Azoren, England und Skandinavien aufzubauen. Das Tief bei England wird dabei so weit nach Süden abgelenkt, dass es im Zeitraum zwischen dem 7./10. September eine warme Luftströmung aus Südosten anregt, seine Zugbahn aber im Richtung Mittelmeer fortsetzt, was wiederum relativ freundliches Wetter im Norden und teils gewittriges Wetter im Süden zur Folge hat - es bleibt aber spät sommerlich warm. Darüber hinaus verliert das Tiefdrucksystem durch die Abschnürung an Energie, gleichzeitig können durch die Hochdruckbrücke keine Tiefdrucksysteme vom Atlantik her nachfolgen, was im zweiten September-Drittel spät sommerliche Wetterverhältnisse zum Ergebnis hat. Herbst oder Spätsommer, was ist wahrscheinlicher? Ausgedrückt im prozentualen Verhältnis ist das Spätsommerwetter mit 53 Prozent etwas wahrscheinlicher als das Herbstwetter mit 47 Prozent. Die Kontrollläufe zeigen ebenfalls ab dem 7. September einen negativen Wettertrend, ist aber nach Temperaturen von bis an die 30 Grad kein Wunder. Mehrheitlich gleichen sich die Kontrollläufe den für September-typischen Werten an und liegen ab dem 10. September mit +2/+5 Grad wieder über dem langjährigen Temperaturmittel - gleichzeitig sinkt die Niederschlagsprognose. Auch demnach eine etwas erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine spät sommerliche Wetterlage im zweiten September-Drittel.
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Wetter im Herbst / Winter 2013/2014 - Wettertrend vom 27. August

In den letzten Tagen sind wir vermehrt darauf angesprochen worden, warum wir den Wettertrend für den Herbst nicht fortsetzen. Wir haben uns dazu entschlossen - Aufgrund der hohen Schneewahrscheinlichkeit im Herbst - die zwei Jahreszeiten Herbst und Winter "zusammenzulegen", da es für viele nicht "verständlich" ist, dass bereits im Herbst Winterwetter vorherrschend sein kann. Betrachtet man das zu kühle Frühjahr und den zu warmen Sommer, so lässt das Rückschlüsse auf ein mögliches Ausgleichsverhalten beim Wetter zu. Demnach könnte ein Herbst bevorstehen, wie wir ihn von "früher" her kennen - stürmische Winde und peitschender Regen. Warum? Die für uns in Mitteleuropa zuständige Westwind Zirkulation ist quasi seit Jahresbeginn unterbrochen. In regelmäßigen Abständen schafft es entweder das Azorenhoch oder ein Skandinavienhoch das Westwindwetter zu blockieren - anders ausgedrückt handelt es sich hierbei um eine mehr oder minder gestörte Zirkulation. Es ist dabei nur eine Frage der Zeit, bis sich die normale Zirkulation wieder einstellen wird, wobei hier einige Anläufe von Tiefdrucksystemen notwendig ist ("Aufräumen" mit Starkwindereignissen). Ein Indiz ist hierbei der Jetstream, der zu den ersten September-Tagen hin in normaler Position deutlich an Fahrt aufnimmt. Gleichzeitig strömt über dem nördlichen Kanada und Grönland in der Höhe kalte Luftmassen nach Süden, was die Wetterküche bei Neufundland grundsätzlich in Gang setzen wird. Wo eine Reaktion stattfindet, findet ebenso eine Gegenreaktion statt, was die Wetterlage im September über Mitteleuropa spannend gestaltet. Zum einen ist mit 28 Prozent eine Turbulente Westwindwetterphase wahrscheinlich - ebenso könnte es aber zu einer sog. Erhaltungsneigung kommen (26 Prozent), bei der das Azoren- und Skandinavienhoch eine Gegenreaktion in Form von "dagegen halten" auslösen und somit Spätsommerwetter in Deutschland zur Folge haben werden. Der Blick auf das Langfristmodell zeigt für die Herbst- und Wintermonate überwiegend normales Wetter, wobei der Oktober etwas zu trocken ausfallen könnte. Aktuell gibt es keinerlei Hinweise auf einen strengen Winter 2013/2014, wie in der "Presse" in den letzten Tagen dargestellt wurde. Vielmehr ist es so, dass die aktuellen Randbedingungen wie El Niño/La Niña keinen wesentlichen Einfluss auf das Wetter in Mitteleuropa haben werden.
ENSO neutral conditions continue.
Equatorial sea surface temperatures (SST) are near average across the western and central Pacific Ocean and below average across the eastern Pacific.
ENSO neutral is favored into the Northern Hemisphere fall 2013

Quelle: Noaa.gov
Allenfalls die weiterhin schwache Sonnenaktivität deutet auf einen Fortbestand der gestörten Zirkulation hin, was auch noch im Winter eine Auswirkung haben könnte. Die Prognosen gehen aber allesamt von einem normalem Wetter im Winter 2013/2014 aus.

Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,31 +0,84 -0,24 694 l/m² - etwas zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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