Zwei Wettermodelle, zwei unterschiedliche Simulationen. Waren sie sich gestern noch einig, so schert das amerikanische Wettermodell erneut aus und zeigt zum 5. März hin mit Tageswerten zwischen +5/+11 Grad so etwas wie einen Vorgeschmack auf den Frühling. Wer hier regelmäßig mit liest, der weiß, dass das amerikanische Wettermodell in diesem Winter so seine Probleme mit einem möglichen Wetterumschwung hatte. Diesmal allerdings wäre es eine Wetterlage, die gar nicht untypisch ist und sozusagen ein "Kollaps" der hochwinterlichen Wetterlage bedeutet. Das Hochdrucksystem bei Skandinavien verlagert sich demnach zu rasch (hohe Dynamik) in Richtung Grönland und zwingt die Tiefdrucksysteme von Westen her kommend auf ein südlichere Bahn. Diese können sich bei den Azoren "eingraben" und transportieren aus südlichen Richtungen massiv warme Luftmassen nach Mitteleuropa, was durchaus das Ende des Winters zur Folge hätte. Das es auch anders gehen kann, zeigt das europäische Wettermodell. Hier bleibt das Hoch zwischen England und Island Ortstreu und stellt sich im weiteren Verlauf zum 1. März auf dem Atlantik auf - es findet keine südliche Unterwanderung des Hochdrucksystems wie beim amerikanischen Wettermodell statt. Stattdessen wird mit Hilfe eines skandinavischen Tiefdrucksystems die kalte Luft arktischen Ursprungs "angezapft" - frostige Temperaturen in der Nacht und gfs. am Tage (-3/+2 Grad) mit teils kräftigen Schneeschauern wären die Folge daraus. Was ist wahrscheinlicher? Beide Varianten sind derzeit nicht unwahrscheinlich - betrachtet man den bisherigen Winterverlauf, so spricht das eher für den nochmaligen Kaltluftausbruch aus dem Norden. Im Laufe des Abend wird diese Wetterprognose aktualisiert.
Update:
Das amerikanische Wettermodell bleibt bei seiner abwechslungsreichen Variante zum Start in den März - hier ist derzeit keine Kontinuität zu erkennen. Aktuell ist es ein mäßig eisige Grenzwetterlage über Deutschland mit frostigen Temperaturen im Norden und milden +2/+7 Grad im Süden. Das europäische Wettermodell bleibt dagegen bei der Trogwetterlage mit frostigen Temperaturen in den Nächten und leicht positive Temperaturen am Tage (-3/+2 Grad). Der Winter gibt zum aktuellen Stand wohl noch einmal einen "Nachschlag" im März.

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