Die etwas ungewöhnliche Milderung im Verlauf der kommenden Woche aus östlichen Richtungen steht auf relativ gesicherten "Beinen". Je nach Lage steigen die Temperaturen auf 0/+6 Grad an, wobei die Taupunktwerte bei östlichen Winden sich zwischen -2/+2 Grad bewegen - gut möglich, dass der teils verharrschte Schnee nur schwerlich weg tauen wird. Anfang März beginnt der meteorologische Frühling - wars das jetzt mit dem Winter? Per Definition kann erst ab Temperaturen von mehr als 13 Grad von frühlingshaften Temperaturen gesprochen werden und diese Werte sind in den aktuellen Simulationen nicht erkennbar. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wie bereits seit Tagen angedeutet, gibt es die latente "Gefahr" eines Trogvorstoßes arktischen Ursprungs, der heute in den Wettermodellen recht einheitlich simuliert wird - jedoch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Sicherlich muss diese Entwicklung im Detail noch abgewartet werden, aber Schneeschauer bei Temperaturen zwischen -2/+2 Grad sind zum heutigen Stand eine nicht unwahrscheinliche Variante für die ersten März Tage. Wirft man einen Blick auf die Großwetterlage, so erkennt man, dass sich das Hochdrucksystem auf dem Atlantik zwischen England,Island und Grönland recht wohl fühlt - sollte es so kommen, sind frühlingshafte Temperaturen bis zum 10. März vorerst unwahrscheinlich. Was zeigen die Kontrollläufe - stützen diese die kalte Variante? Keineswegs, hier ist die Mehrzahl der Simulationen auf +2/+7 Grad eingestellt. Dennoch höhere Wahrscheinlichkeit für das nasskalte Wetter? Ja - da die Hauptsimulationen der Wettermodelle dieses Ereignis fast übereinstimmend zeigen.

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