Ab dem 25. Februar sehen die Wettermodelle einheitlich eine "schleichende" Milderung, wobei in der simulierten Großwetterlage der Wettermodelle unterschiedliche Ansätze vorhanden sind. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ist der seit Tagen angedeutete Trogvorstoß mit Tiefdruckzentrum über der Barentssee/Karasee und Hochdruck über England durchaus eine wahrscheinliche Variante, wobei die kalte Luft dabei nicht bis Mitteleuropa vordringen kann. Stattdessen schieben sich von Südwesten her kommend mildere Luftmassen bis nach Mitteleuropa, was eine milde Südwestwetterlage zur Folge haben kann. Die Tageswerte liegen gegen Ende Februar demnach bei +2/+7 Grad. Nach dem europäischen Wettermodell bleibt das Hoch über England auf Position und verstärkt sich mit einem Kerndruck von 1040 hPa zunehmend und auch hier ist das Tiefdruckzentrum im nordöstlichen Europa zu erkennen, wobei ein Ausbruch der kalten Luftmassen in Richtung Süden auch hier (noch) nicht zu erkennen ist. So stabile Hochdruckwetterlagen bei England haben meist die Eigenschaft dort eine längere Zeit zu verweilen und "füllen" sich von oben herab langsam mit warmer Luft - auch nach dem europäischen Wettermodell wird es stetig milder und bis Ende Februar sind ebenfalls +2/+8 Grad möglich. Unterschiedliche Großwetterlagen und dennoch gleiches Ergebnis. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für ein winterliches Szenario? Dieses Hochdrucksystem bei England ist im wesentlichen dafür verantwortlich, dass der Kaltluftstrom nicht nach Mitteleuropa stattfinden kann, da es aktuell zu weit östlich simuliert wird und in seiner Struktur recht stabil ist (Omegastruktur). Die einzige Möglichkeit für eine Verlängerung des Winterwetters über das kommende Wochenende hinaus bestünde in einer westlichen Verlagerung des Hochdruckgebietes in Richtung Island/Grönland. Und diese Variante gewinnt - zumindest in den Kontrollläufen - wieder vermehrt Zuspruch (6 von 23 Simulationen). Eine Fortsetzung des winterlichen Wetters ist noch nicht ganz vom Tisch. Worin ist das begründet? Ganz klar im Polarwirbel, dessen Struktur weiterhin gestört bleibt. Zum 24. Februar hin herrscht im Zentrum Hochdruck, der sich bis nach Grönland ausdehnen kann - über der Barentssee/Karasee ist der Tiefdruckwirbel aktiv. Beide Systeme zusammen bilden einen "Strömungsmotor" von Nord nach Süd - die kalte Luft ist/bleibt somit in Lauerstellung. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update
Es bleibt dabei - beide Wettermodelle sehen grundsätzlich eine andere Großwetterlage, jedoch mit dem gleichen Resultat - ab dem 25. Februar wird es langsam und stetig milder

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