Die kommende Woche wird zunehmend winterlich - vor allem in Lagen oberhalb 300-400 Meter sind bis zum kommenden Wochenende Neuschneemengen zwischen 5-15 cm nicht unwahrscheinlich, in Staulagen auch bis 30 cm. Zu "verdanken" ist das dem bisweilen unklaren Verlauf des Ostseetiefs und dessen Dynamik kalte Luft zu advehieren. Zwischenzeitlich sehen die Simulationen der Wettermodelle diese Entwicklung einheitlich, so dass eine hohe Eintreffwahrscheinlichkeit für das winterliche Wetter besteht. Darüber hinaus bleibt ab dem kommenden Wochenende alles offen, da das skandinavische Hochdrucksystem - je nach Simulation - unterschiedlich bewertet wird. Recht forsch ist hier wieder einmal das amerikanische Wettermodell, welches die Position des Hochdrucksystems innerhalb 24 Stunden von Skandinavien nach Grönland verlagert. Das hätte für die Tiefdrucksysteme über dem Mittelmeerraum mehr Spielraum zur Folge - im weiteren Verlauf stellt sich eine milde Südwestwetterlage ein, welche die Temperaturen bis Monatsende durchaus über +10 Grad ansteigen lassen können. Anders dagegen das europäische Wettermodell - es bleibt "stur wie ein Ochse" bei seiner winterlichen Simulation. Das Hoch bei Skandinavien steht nach dieser Simulation wie ein Fels in der Brandung und blockt nahezu alles ab, was vom Atlantik nach Mitteleuropa möchte. Am kommenden Wochenende stellt zudem ein Mittelmeertief verbreitet Schneeoptionen für die Gebiete südlich der Mittelgebirge in Aussicht. Aber die simulierte Wetterlage des europäischen Wettermodells hat auch so ihre Tücken und kann durch eine Unterwanderung des Hochdrucksystems rasch zu einer Milderung führen. Damit stehen auch heute drei Optionen für die weitere Wetterentwicklung zur Auswahl: 1. Milderung durch Unterwanderung oder durch Abzug des skandinavischen Hochdrucksystems, 2. mäßig kaltes Wetter mit weiteren Schneeoptionen durch Skandinavien Hoch und Mittelmeertief (Gefahr von Grenzwetterlagen) und 3. ist die Troglage arktischen Ursprungs mit eisigen Temperaturen und Schneefall weiterhin nicht auszuschließen. Zum 23. Februar wird zudem ein erneut beginnendes major warming in der Stratosphäre simuliert, was - zumindest in der Theorie - den März-Winter in Aussicht stellen kann. Der AO-Index bleibt negativ, wobei die Wellenbewegung des Polarwirbels - auch Aufgrund des höheren Sonnenstandes - zunehmen. Überraschungen sowohl in milder als auf kalter Varianten sind nicht ausgeschlossen. Auch der NAO-Index tendiert mehr und mehr in eine negative Richtung. Aufgrund dieser Daten ist eine weitere winterliche Episode bis in den März hinein nicht die unwahrscheinlichste Variante. Im Laufe des Abends geben wir eine Aktualisierung dieser Wetterprognose heraus.
Update
Die kommende Woche wird winterlich, örtlich mit viel Schnee (vor allem im Nordosten). Der weitere Verlauf bleibt undurchsichtig, sowohl die milde Unterwanderung des Hochdrucksystems, als auch die eisige Troglage sind wahrscheinliche Varianten

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