Das Wetter "dümpelt" bis über das kommende Wochenende so vor sich hin. Teils trüb, teils aufgelockert bewölkt mit etwas Schneegriesel oder Sprühregen bei langsam milder werdenden Temperaturen. Spannend bleibt der Zeitraum zwischen dem 17./19. Februar - darin ist man sich zwischenzeitlich einig, dass hier über den weiteren Wetterverlauf entschieden wird. Und der ist maßgeblich davon abhängig, wie sich das aufwölbende Hoch über Mitteleuropa verhalten wird. In den aktuellen Simulationen wölbt sich das Hoch weit westlich bis nach England/Skandinavien auf und blockiert das milde Atlantikwetter. Im weiteren Verlauf tendiert die Zugrichtung des Hochrucksystems in Richtung Island/Grönland und provoziert die "gestörte Zirkulation" - anders ausgedrückt wird eine Troglage arktischen Ursprungs im letzten Februar Drittel zunehmend wahrscheinlicher - und zwar mit allem was dazugehört (Grenzwetterlagen, Schneefälle, eisgie Temperaturen) - langweilig ist solch eine Wetterlage selten. Aber es gibt auch die andere Seite - wenn der Prozess zu dynamisch abläuft (in sich kollabiert), dann hat sich ruckzuck eine milde Südwest- bis Westvariante eingestellt. Verläuft der Prozess hingegen normal, so ist ein März-Winter nicht ausgeschlossen. So verwundert es auch kaum, dass das Langfristmodell seine Wetterprognose für die Temperaturen im Februar nochmals nach unten korrigiert hat - diese sind nun fast überall -1 bis -2 Grad zu kalt gegenüber dem langjährigen Mittel. Der AO-Index ist negativ und der NAO-Index hat zunehmend eine negative Tendenz - das sind die Indikatoren für die simulierte Troglage. Was macht der Polarwirbel? Zum 20. Februar hin wird ein kräftiges Hochdruckgebiet (1050 hPa) zwischen Kanada/Polargebiet bis nach Grönland reichend, gleichzeitig "kontaktsuchend" mit dem sibirischen Hochdrucksystem - ist für Februar nichts aussergewöhnliches - dennoch auch ein Indiz dafür, dass die Zirkulation weiterhin gestört bleiben sollte. Zusammengefasst und einfacher Ausgedrückt ist im letzten Februar Drittel eine weitere winterliche Episode aktuell wahrscheinlicher als milde oder frühlingshafte Temperaturen. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Die Unsicherheiten bleiben groß, da alles von der Position des Hochdruckzentrums abhängt. Aktuell simuliert das amerikanische Wettermodell eine ruhige und mit +2/+7 Grad milde Wettervariante zum 19. Februar. Das europäische Wettermodell hingegen simuliert ab dem 19. Februar eine winterliche Variante. Die Kontrollläufe zeigen keine Tendenz. Weiterhin sind viele Wetteroptionen im letzten Februar Drittel möglich, wobei eine Westwetterlage derzeit am unwahrscheinlichsten erscheint.

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