Die kommende Woche bleibt mit Temperaturen meist um 0 Grad weiterhin winterlich, oberhalb 400 Meter auch tief winterlich, wobei in einigen Regionen im Wochenverlauf die Schneedecke noch weiter anwachsen kann. Wie geht es weiter? bleibt der Winter erhalten, kommt gar nun eine große Kältewelle oder wird es milder? Alle Optionen stehen offen - im wesentlichen hängt vieles der weiteren Wetterentwicklung von der Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch ab. Das amerikanische Wettermodell zeigt ein Ende des skandinavischen Hochdrucksystems zum 17. Februar - gleichzeitig "gräbt" sich vor England ein Tiefdrucksystem ein, was auf seiner Vorderseite milde Luftmassen nach Deutschland führt. Das hätte überwiegend nasskaltes Schmuddelwetter mit Tageswerten zwischen +2/+6 Grad zur Folge. Das europäische Wettermodell folgt der Simulation des amerikanischen Wettermodells keineswegs, stattdessen "verselbstständigt" sich das skandinavische Hoch und weitet seinen Einfluss über Deutschland bis nach England aus, was im wesentlichen einer Verlängerung der winterlichen Episode bis in das letzte Februar Drittel hinein entspricht. Was ist wahrscheinlicher - Milderung oder Fortdauer des Winterwetters? Der Blick auf die Kontrollläufe zeigt, dass kalte Simulationen ab dem 15. Februar zugenommen haben - die amerikanische Simulation steht fast alleine auf der milden "Seite". Das Temperaturspektrum zeigt am 23. Februar mögliche Tageswerte zwischen -4 und +6 Grad. Der Polarwirbel zeigt sich weiterhin gestört und sollte zum letzten Februar Drittel hin - bedingt durch den zunehmend hohen Sonnenstand - vermehrt in Wellenbewegung versetzt werden. Eine schnelle Rückkehr in eine westliche Großwetterlage ist aktuell unwahrscheinlicher geworden. Stattdessen ist typisch deutsches Winterwetter mit leichten Plusgraden in tieferen Lagen und Dauerfrost oberhalb 400 Meter wahrscheinlicher. Das Langfristmodell zeigt im Februar weite Teile von Europa mit -0,5 bis -2 Grad zu kalt und das bis nach Afrika runter, was im wesentlichen einer Dominanz der Troglage entspricht. Auch die langjährige Wettersingularität mit einer Hochwinterphase zwischen dem 15. und 25. Februar hat noch ihre Berechtigung in Form eines arktischen Trogvorstoßes, welcher zum 19. Februar hin noch verhalten simuliert wird, aber mit zunehmender Hochdruckentwicklung Grönland und Tiefdruckentwicklung Skandinavien auch nicht ganz unwahrscheinlich ist (was eisige Temperaturen zur Folge hätte).

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