Bis Mittwoch bleibt das Wetter weitestgehend nasskalt mit Schneeoptionen oberhalb etwa 400-600 Meter. Anfang der neuen Woche wird das Wetter zunehmend wechselhaft und relativ mild, wobei sich bereits am Dienstag die Großwetterlage umstellen wird. Bemerkbar macht sich die Umstellung durch kräftigen Regen im Süden und langsam zurückgehenden Temperaturen im Norden. Ab Mittwoch kommt in Schüben die kalte Luft nach Deutschland - bereits südlich der Mittelgebirge steigen die Tageswerte kaum noch über 0 Grad, nördlich davon werden 0/+4 Grad erwartet. Dazu lebt vor allem in der Westhälfte der Wind auf und zahlreiche Regen-, Schneeregen- und Schneeschauer unterschiedlichster Intensität werden erwartet. Die Schneefallgrenze liegt im Allgemeinen zwischen 200-300 Meter und oberhalb 400 Meter bleibt der Schnee auch liegen. Am Donnerstag ändert sich zum heutigen Stand kaum etwas am Wetter, es bleibt bei zahlreichen Schauern, die zunehmend bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen werden. Oberhalb 400 Meter stellt sich Dauerfrost ein, darunter bleibt es mit 0/+4 Grad nasskalt. Dieser Wetterverlauf ist bis zum Donnerstag die wahrscheinlichste Variante und hat im Wettertrend eine Prognosegüte von 78%, wobei die Detailprognosegüte bei 54% liegt. Bei Nordlagen ist vor allem in Staulagen mit kräftigem Neuschneezuwachs zu rechnen - vor allem entlang der Mittelgebirge, im Südwesten und an den Alpen werden von Mittwoch bis Freitag Abend Niederschlagssummen zwischen 15-35 l/m² simuliert. Winterfreunde im Nordwesten (nördlich einer Linie Köln - Rostock) haben bei Nordlagen meist das "Nachsehen", da sich die kalte Luft über die warme Nordsee erwärmen kann - dort bleibt es bei Temperaturen zwischen 0/+4 Grad überwiegend nasskalt. Über den Freitag hinaus zeigen die Wettermodelle differenzierte Lösungen - geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verflacht sich der Azorenhochdruckkeil auf dem Atlantik zunehmend und das Wetter wird nasskalt, wobei sich das Winterwetter in Lagen oberhalb 400-600 Meter zurückzieht. Geht es nach dem europäischen Wetterdmodell, so steht der Hochdruckkeil auf dem Atlantik "wie eine 1", wobei sich hier zum 10. Februar hin ein Skandinavienhoch ausbilden kann. Sollte diese Simulation so eintreten, dann würde es auch im Nordwesten für Winterwetter reichen. Was ist Wahrscheinlicher? Die Unsicherheit liegt in der aktiven Wetterküche bei Neufundland, wo unentwegt kräftige Tiefdrucksysteme entstehen, die je nach Intensität das Hoch auf dem Atlantik "flach" drücken oder den Keil weiterhin stützen. Die Kontrollläufe unterstützen bis zum 10. Februar die winterliche Variante - erst zum 13. Februar hin ist ein Trend zum nasskalten Wetter zu erkennen. Das Langfristmodell bleibt bei einem leicht zu kalten bis normalen Wetterverlauf im Februar, wobei die Süd- und Westhälfte etwas mehr Niederschlag als üblich abbekommt. Im Lauf des Abends gibt es eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Das amerikanische Wettermodell geht wieder etwas mehr auf winterlichen Kurs, wenngleich doch erhebliche Unterschiede zum europäischen Wettermodell bestehen bleiben. Das europäische Wettermodell bleibt über den 10. Februar hinaus "voll" auf winterliche Verhältnisse eingestellt.

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