Als nahezu einheitlich können die Simulationen der Wettermodelle heute gewertet werden, was die kommende Großwetterlage betrifft. Am kommenden Wochenende tropft ein kleinräumiges Tiefdrucksystem in Richtung Mittelmeer ab, so dass das Azorenhoch - vereinfacht ausgedrückt - gezwungen wird, sich auf dem Atlantik aufzuwölben. Damit wird im weiteren Verlauf um den 5. Februar zunehmend die Troglage über Mitteleuropa simuliert und das dynamisch milde Wetter verbleibt auf dem Atlantik. Das komplette Umstellung erfolgt dabei in Etappen - in tieferen Lagen wird sich zunächst noch keine winterliche Wetterlage einstellen - es wird beim nasskalten Wetter bleiben, während sich zwischen dem 2.-5. Februar in Lagen oberhalb 400-600 Meter erneut eine Schneedecke ausbilden kann. Zwischen dem 5./7. Februar kann es dann auch im Flachland wieder Dauerfrost mit Schnee geben. Auch die Kontrollläufe zeigen recht einheitlich diesen winterlichen Wettertrend. Geht man nur nach den Simulationen, so scheint diese Wetterentwicklung relativ sicher zu sein. Tatsächlich hängt aber alles von einem Tiefdruckimpuls vor England am kommenden Freitag ab. Findet dieser in einer anderen Position oder Zugbahn statt, so bleibt genügend Spielraum für andere Wettervarianten, wobei die Aufwölbung des Azorenhochs sich schon seit Tagen abzeichnet - winterliches Wetter ist somit im ersten Februar Drittel wahrscheinlicher, als eine milde Westwetterlage. Der Polarwirbel weist weiterhin eine gestörte Struktur auf, der negative AO-Index steigt nur kurz auf neutrale Werte und zeigt erneut negative Tendenzen im weiteren Februarverlauf. Das winterliche Wetter könnte - sofern die Simulationen tatsächlich so eintreffen - uns in Deutschland noch eine Weile beschäftigen. Eine Aktualisierung dieser Wetterprognose erfolgt im Laufe des Abends.
Update:
Im Wesentlichen hat sich tagsüber nichts verändert, es bleibt bei der Abkühlung zum kommenden Wochenende hin mit zunehmend winterlichen Tendenzen oberhalb etwa 400-600 Meter, darunter nasskalt. Im weiteren Wochenverlauf dann ein Absinken der Schneefallgrenze bis in tiefere Lagen. Das amerikanischen Wettermodell simuliert den Polarwirbelsplit zum 4 Februar in 4 Teilcluster, wobei einer davon über Skandinavien liegt und das Hoch auf dem Atlantik mit dem Polarhoch "Kontakt" aufnimmt! Für Freunde des Winterwetters eine fast Idealkonstellation. Das europäische Wettermodell sieht das alles noch gemäßigter.

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