Bis in die ersten Februar Tage hinein bleibt das Wetter turbulent und wechselhaft - von winterlichen Wetterverhältnissen ist nichts zu sehen. Es ist aber für Anfang Februar zu früh, um das Winterwetter für beendet zu erklären, denn nach den aktuellen Simulationen kann sich die Westwetterlage im Strömungsmuster nicht stabilisieren, stattdessen wird eine Aufwölbung zu einen Hochdruckkeil auf dem Atlantik des Azorenhochs zwischen dem 3./6. Februar immer wahrscheinlicher. Schaut man genauer hin, so erkennt man in einigen Simulationen sogar ein altes, bereits bekanntes Strömungsmuster mit Hochdruck Skandinavien. Das ist im Wesentlichen das, was wir bereits gestern mit dem Erhaltungsneigung oder Ausgleichsverhalten beschrieben haben - aktuell gibt es eine – wenn man so will - etwas höhere Tendenz für einen Rückfall in das alte Verhaltensmuster ab dem 3. Februar. Zwar hat sich das major warming bereits bis Ende Januar hin normalisiert, dessen Auswirkungen werden aber noch bis zum Ende des zweiten Februar Drittels wirksam bleiben - anders ausgedrückt ist eine rasche Normalisierung des Polarwirbels ausgeschlossen und bleibt auch nach dem AO-Index weiterhin gestört (Polarwirbelsplit). Was spricht gegen einen Rückfall in winterliche Verhältnisse? Ganz klar das weiterhin enorm aktive Atlantikwetter und der anhaltende Kaltluftzustrom auf den Atlantik, was die Tiefdruckgebiete immer wieder erneuert. Auch die kräftigen Tiefdrucksysteme vom Wochenende und im Laufe der Woche können heute noch sicher geglaubte Simulationen komplett über "den Haufen" werfen, wenn sich in deren Dynamik die Zugbahn nur geringfügig ändert - man sieht das sehr schön an den Kontrollläufen, deren Temperaturspektrum zum 5. Februar zwischen -5/+5 Grad liegen. Anders ausgedrückt ist der weitere Wetterverlauf unklar und die dynamische Wetterphase mit all ihren Entwicklungen muss noch abgewartet werden. Eines ist schon heute sicher - langweilig wird das Wetter in den kommenden Tagen nicht. Heute Abend erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Es bleibt alles wie gehabt, ab dem 3. Februar werden vermehrte Simulationen mit Hochdruckblockade auf dem Atlantik gerechnet, was die Chancen auf winterliches Wetter in Mitteleuropa erhöht. Auch die Kontrollläufe folgen einem winterlichen Trend.

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