In der kommenden Woche bleibt das Wetter verbreitet mit Tagestemperaturen zwischen -8/0 Grad winterlich - vor allem südlich einer Linie Bremen - Berlin kommen mit 3-15 cm noch ordentliche Mengen an Neuschnee hinzu (örtlich auch über 25 cm). Wie sich das Wetter ab dem kommenden Wochenende weiter entwickeln wird ist auch heute noch fraglich, da zwei unterschiedliche Lösungen denkbar sind. Die Wettermodelle favorisieren zum 27./28. Januar dabei ein langsames Voranschreiten der Frontalzone bis nach Deutschland, was eine "schleichende Milderung" zur Folge hat. Zunächst wird es in tieferen Lagen mit Temperaturen zwischen 0/+4 Grad zunehmend nasskalt und die Schneefallgrenze schwankt zwischen 500 und 1.000 Meter. Im weiteren Verlauf beginnt dann das aktive Atlantikwetter mit nasskalten und wechselhaftem Wetter das Wettergeschehen in Mitteleuropa zu bestimmen. Der zweite Lösungsansatz zeigt sich überwiegend in den Kontrollläufen, bei der die Tiefdruckrinne nicht über Deutschland verlaufen wird, sondern in das östliche Mittelmeer "abtropft". Dieser Lösungsansatz würde einen Fortbestand des bisherigen gemäßigten Winterwetters bedeuten. Die Tendenz geht ein Stück weit in Richtung Milderung und kann heute mit einer Wahrscheinlichkeit von 58% bewertet werden. Blickt man etwas weiter in die Zukunft, so zeigt sich der NAO-Index Anfang Februar zunehmend negativer, was einer Wölbung des Azorenhochs in Richtung Island entspricht. Ein neuerliche Troglage über Mitteleuropa mit zunehmend winterlichem Wetter ist demnach nicht ausgeschlossen, zumal der AO-Index negativ bleibt und damit der Polarwirbelsplit weiterhin anhält. Das Langfristmodell zeigt in seiner Wetterprognose für Februar weiterhin normales bis zu kaltes Wetter in Deutschland mit einem deutlich zu nassen Süden. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Der Trend zur Milderung hält in den Simulationen der Wettermodelle an, wobei es hierbei unterschiedliche Interpretationen gibt. Im wesentlichen treibt aber ein sehr kräftiges Atlantiktiefdrucksystem mit einen Kerndruck 940 hpa die Frontalzone allmählich nach Deutschland. Bei der Simulation des amerikanischen Wettermodells dreht sich das Tief nochmals "in sich ein", schickt dann aber in einer zweiten "Welle" die milde Luft nach dem Wochenende nach Deutschland. Die Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige Milderung steht dabei keineswegs auf sicheren Beinen und lässt sich mit einer Eintreffwahrscheinlichkeit von 58% beziffern. So langsam kristallisieren sich auch drei mögliche Lösungen heraus - 1. nasskalte Frontalzone mit wechselhaften Wetter (58%); 2. Hochdruckbrücke Azorenhoch / Kontinentalhoch mit trockenem Wetter und Temperaturen um 0 Grad (17%); 3. Südliches abtropfen der Tiefdrucksysteme in das östliche Mittelmeer mit mäßig kaltem Wetter und Schnee in der Südhälfte (25%)

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