Überwiegend stimmen die Wettermodelle mit ihren Simulationen darin überein, dass die kommende Woche weitestgehend winterlich bleibt. Darüber hinaus zeigen sich die Wettermodelle differenzierter - am mildesten ist dabei erneut das amerikanische Wettermodell, welches die kräftigen Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik bis nach Mitteleuropa "durchrauschen" lässt - nasskaltes Wetter wäre die Folge, wobei es oberhalb 500 Meter winterlich bleiben sollte. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so bleibt Mitteleuropa fest in winterlicher Hand, da sich das skandinavische Hochdrucksystem weiterhin behaupten kann - es geht zum Monatsende nach diesen Simulationen gar eine Verbindung mit dem sibirischen Hochdrucksystem ein, was bis in den Februar hinein eine eisige Ostlage zur Folge hätte. Was ist wahrscheinlicher? Aufgrund des äußerst aktiven Atlantiks mit Tiefdrucksystemen teilweise unter 955 hpa ist vieles möglich - am wahrscheinlichsten zeigt sich die Lösung mit Skandinavienhoch und südlich verlagerter Tiefdruckrinne (38%). Auch ein komplettes Abblocken des Atlantikwetters ist wahrscheinlich (30%) - dabei kommt es auf die Positionierung der Hochdrucksystems an. Und wie wahrscheinlich ist eine Milderung? Schaut man auf die Kontrollläufe, so ist eine nasskalte Variante ab dem 27. Januar ebenfalls nicht unwahrscheinlich (32%). Das Langfristmodell zeigt das Wetter im Februar in der wahrscheinlichsten Variante mit Skandinavienhoch und südlich verlagerter Tiefdruckrinne - demnach fällt der Februar im Norden deutlich zu kalt und der Süden normal aus, wobei der Norden deutlich zu trocken und der Süden deutlich zu nass wird. Sollte es so kommen, sind in den Alpenregionen ordentliche Neuschneemengen zu erwarten. Was zeigt der AO-Index? Der bleibt weiterhin negativ und somit bleibt der Polarwirbel weiterhin gesplittet. Der NAO Index hat hingegen noch keine Richtungsvorgabe und verbleibt im normalen Bereich. Was macht der Kaltluftausbruch auf dem Atlantik, welcher im wesentlichen die "Wetterküche anheizt"? Der geht ungehindert bis Monatsende weiter - ein Ende der Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist damit erst einmal nicht in Sicht. Anders ausgedrückt werden die Unsicherheiten nicht abnehmen, wobei die Randfaktoren weiterhin für in Deutschland typisches Winterwetter sprechen. Mehr dazu gibt es heute Abend in einer Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Das amerikanische Wettermodell führt seine milde Variante ab dem 26./27. Januar weiterhin fort, während das europäische Wettermodell mit dem Kontinentalhoch die eisige Kälte aus dem Osten nach Mitteleuropa fließen lässt. Das eine hätte nasskaltes Wetter, das andere trockenes und kaltes Wetter zu Folge. Welches Szenario ist wahrscheinlicher? Zum aktuellen Stand geht beides, wobei das winterliche Szenario mit 56% noch wahrscheinlicher ist. Warum ist das so? Die kalte Luft bei Neufundland "donnert" unentwegt auf den Atlantik, was teilweise enorme Tiefdrucksysteme entstehen lässt - es werden bis zu 950 hpa vor England mit Spitzenwindgeschwindigkeiten von 180 km/h simuliert - die "Wetterküche" ist voll aktiv. Einzig der Hochdruck über Skandinavien hält dagegen, mal mehr, mal weniger - und das ist der Knackpunkt.

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