Als überwiegend winterlich kann man das Wetter für die kommende Woche bezeichnen. War es in den letzten Tagen noch fraglich ob sich eine Milderung durchsetzen wird, kristallisiert sich zwischenzeitlich eine gradientenschwache und westlich gerichtete Wetterlage heraus. Gradientenschwach bedeutet im wesentlichen, dass die Durchmischung der Luftmassen fehlen wird. Zwar kann sich in der Höhe durchaus mildere Luftmassen durchsetzen, diese wird aber nicht bis in die Bodenregionen "durchmischt". Dadurch bleiben die Tageshöchstwerte in den meisten Regionen um 0 Grad, können örtlich auch mal bis +3 Grad ansteigen - überwiegend ist aber leichter Dauerfrost zu erwarten. Diese Wetterlage meridionalisiert zunehmend im letzten Januar Drittel, so dass eine Trogwetterlage weitestgehend wetterbestimmend sein wird. Die kommende Wetterlage ist keinesfalls als stabil zu bezeichnen, da ein blockierendes Hochdrucksystem auf dem Atlantik fehlt - dennoch ist die "Tiefdruckrinne" durch ein Hoch zwischen Skandinavien und Grönland weit nach Süden verschoben - Überraschungen jeglicher Art sind dadurch möglich. Wie hoch ist die Prognosegüte für diesen Ausblick in das letzte Januar Drittel? Durch die mehrheitlichen Übereinstimmungen der unterschiedlichen Simulationen der Wettermodelle kann man die Trendprognosegüte auf 70% setzten, wobei die Detailprognosegüte mit 50% weiterhin im unsicheren Bereich bleibt. Gibt es noch weitere Schneefälle? Ja und nein, je nach Intensität der Tiefdrucksysteme - auch hier ist die Wahrscheinlichkeit für die südlichen Regionen höher als für die Nördlichen einzustufen (Vb-Tiefdruckentwicklung). Das Langfristmodell simuliert in seiner Wettervorhersage für den Februar zwischenzeitlich deutlich zu kaltes und im Süden zu nasses Wetter - gut möglich, dass der Winter in Deutschland noch längere Zeit anhalten wird.

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