Wetter Winter 2012/2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2012/2013 - Wetterprognose vom 10. Januar

  • M. Hoffmann
Als winterlich kann man die kommenden Tage durchaus bezeichnen - ab Sonntag setzt sich zunehmend Dauerfrost in ganz Deutschland durch, wobei einige Regionen Schnee frei bleiben werden. In den Nächten ist mit z.T. sehr strengem Frost bis unter -10 Grad zu rechnen. Soweit sind sich die Wettermodelle inzwischen einig. Ab dem 15. Januar beginnt dann die Modelldifferenz, da das Hochdrucksystem in den unterschiedlichen Modellsimulationen anders positioniert wird. Ein Modell - das amerikanische - läuft seit gestern etwas "aus dem Ruder". Hier wird ab dem 16. Januar in dem jeweiligen Hauptlauf eine mehr oder minder unwinterliche Wetterlage simuliert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Hauptlauf dabei eine besondere Rolle spielt - er ist gegenüber seinen Kontrollläufen immer die unwinterlichste Simulation. Zieht man andere Wettermodelle wie das Europäische, Britische, Kanadische und Chinesische in Betracht, so werden hier durchweg, teils hochwinterliche Simulationen bis in das letzte Januar Drittel hinein gezeigt. Um die Rolle eines milden Hauptlaufes des amerikanischen Wettermodells nicht über zu bewerten, bleibt es dennoch ein Indikator für eine unsichere Wetterentwicklung über den 15. Januar hinaus, wobei zum heutigen Stand ein Fortbestand des winterlichen Wetters als wahrscheinlich (68%) gilt. Das Langfristmodell simuliert das Wetter im Januar zwischenzeitlich sogar leicht zu kalt (-1 bis +0,5) - war das Wetter im Januar im Ursprung doch bis zu +3 Grad zu warm simuliert. Die Randfaktoren wie Polarwirbel Indikation (AO-Index) und NAO Index bleiben ab der Monatsmitte im deutlich negativen Bereich - der Jetstream ist zudem chaotisch strukturiert, gewinnt aber eben nach dem amerikanischen Wettermodell ab dem 16. Januar zunehmend wieder an Struktur (was als Erklärung für die milde Variante dient). Zusammenfassend zeigt sich das Wetter für Winterfreunde ab der Monatsmitte zunehmend spannend und auch für Meteorologen ist diese Wettersituation nicht alltäglich. Aufgrund des spannenden Verlaufes, erfolgt heute Abend ein Update dieser Wetterprognose.
Update:
Das amerikanische Wettermodell ist in seinen Simulationen ab dem 15. Januar wieder kälter geworden, die restlichen Wettermodelle zeigen durchweg winterliches Wetter. Was den Schnee angeht, muss noch abgewartet werden welche Zugbahnen die Tiefdrucksysteme nehmen werden. Zum 21. Januar zeigt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe Tageswerte zwischen -12/+2 Grad - auch dieser Wettertrend ist winterlich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +3,38 +2,6 237 l/m² - normal

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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