Als winterlich kann man die kommenden Tage durchaus bezeichnen - ab Sonntag setzt sich zunehmend Dauerfrost in ganz Deutschland durch, wobei einige Regionen Schnee frei bleiben werden. In den Nächten ist mit z.T. sehr strengem Frost bis unter -10 Grad zu rechnen. Soweit sind sich die Wettermodelle inzwischen einig. Ab dem 15. Januar beginnt dann die Modelldifferenz, da das Hochdrucksystem in den unterschiedlichen Modellsimulationen anders positioniert wird. Ein Modell - das amerikanische - läuft seit gestern etwas "aus dem Ruder". Hier wird ab dem 16. Januar in dem jeweiligen Hauptlauf eine mehr oder minder unwinterliche Wetterlage simuliert. An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Hauptlauf dabei eine besondere Rolle spielt - er ist gegenüber seinen Kontrollläufen immer die unwinterlichste Simulation. Zieht man andere Wettermodelle wie das Europäische, Britische, Kanadische und Chinesische in Betracht, so werden hier durchweg, teils hochwinterliche Simulationen bis in das letzte Januar Drittel hinein gezeigt. Um die Rolle eines milden Hauptlaufes des amerikanischen Wettermodells nicht über zu bewerten, bleibt es dennoch ein Indikator für eine unsichere Wetterentwicklung über den 15. Januar hinaus, wobei zum heutigen Stand ein Fortbestand des winterlichen Wetters als wahrscheinlich (68%) gilt. Das Langfristmodell simuliert das Wetter im Januar zwischenzeitlich sogar leicht zu kalt (-1 bis +0,5) - war das Wetter im Januar im Ursprung doch bis zu +3 Grad zu warm simuliert. Die Randfaktoren wie Polarwirbel Indikation (AO-Index) und NAO Index bleiben ab der Monatsmitte im deutlich negativen Bereich - der Jetstream ist zudem chaotisch strukturiert, gewinnt aber eben nach dem amerikanischen Wettermodell ab dem 16. Januar zunehmend wieder an Struktur (was als Erklärung für die milde Variante dient). Zusammenfassend zeigt sich das Wetter für Winterfreunde ab der Monatsmitte zunehmend spannend und auch für Meteorologen ist diese Wettersituation nicht alltäglich. Aufgrund des spannenden Verlaufes, erfolgt heute Abend ein Update dieser Wetterprognose.
Update:
Das amerikanische Wettermodell ist in seinen Simulationen ab dem 15. Januar wieder kälter geworden, die restlichen Wettermodelle zeigen durchweg winterliches Wetter. Was den Schnee angeht, muss noch abgewartet werden welche Zugbahnen die Tiefdrucksysteme nehmen werden. Zum 21. Januar zeigt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe Tageswerte zwischen -12/+2 Grad - auch dieser Wettertrend ist winterlich.

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