Der winterliche Grundkurs beim Wetter ist weiterhin bis 16. Januar gesetzt. Tendenziell ist im Süden mehr Schnee als im Norden erwarten. Wie nachhaltig ist aber dieser Wintereinbruch? Betrachtet man die Randfaktoren wie den NAO-Index und AO-Index, so sind diese ab der Monatsmitte weiterhin deutlich negativ - daraus folgt ein Fortbestand der gestörten Zirkulation. Auch der weit nach Süden ausgerichtete und chaotisch wirkende Jetstream ist ein Indikator für die gestörte Zirkulation. Ein weiteres Maß sind die Kontrollläufe, welche sich weiterhin im deutlich winterlichen Bereich aufhalten. Das Langfristmodell geht seit Tagen von dem ursprünglich +3 Grad zu warmen prognostizierten Wetter im Januar auf -0,5- bis +0,5 auf ein normales Maß zurück - auch hier geht man davon aus, dass ab dem zweiten Januar Drittel die Temperaturen deutlich zurückgehen werden. Alles in allem sehr winterliche Aussichten. Jetzt kommt das Wörtchen "wenn" ins Spiel - es gibt ein Unsicherheitsfaktor und das ist die Position des Hochdrucksystems, welches zu 30% über Skandinavien und zu 50% über Island simuliert wird - zusammen 80% wahrscheinliches Winterwetter - bleiben 20% Spielraum, "wenn" man nun annimmt, dass sich eine der milden West- bis Südwestvarianten der Kontrollläufe durchsetzt, dann lässt es den Wintereinbruch zu einem kurzen Gastspiel werden. Anders ausgedrückt ist das kommende Winterwetter sehr wahrscheinlich bis zum 16. Januar (80%) gesichert, im weiteren Verlauf ist ein Fortbestand der winterlichen Wetterlage als wahrscheinlich (68%) einzustufen. Schneefälle sollte es vor allem im Süden geben, simuliert werden bis zum 16. Januar, je nach Höhenlage, 2-40 cm, im Norden 0-10 cm. Die Tageswerte halten sich mit -8/0 Grad überwiegend im Dauerfrostbereich auf und können in den Nächten auf Werte zwischen -4/-12 Grad absinken. Sollte sich ab dem 16. das Hoch in der richtigen Position wiederfinden, dann ist mit Tageswerten unter -10 Grad zu rechnen. Heute Abend erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Das amerikanische Wettermodell zeigte im Tagesverlauf sowohl heute Nachmittag, als heute Abend den Hauptlauf als eine relativ milde Westvariante ab dem 16. Januar. Aktuell darf man diese Variante (noch) nicht überbewerten, da seine Kontrollläufe allesamt winterlich bis in das letzte Januar Drittel hinein sind. Es ist und bleibt aber ein Indikator für eine unsichere Wetterlage, bei der viele Lösungen möglich sind, so lange das Hochdruckgebiet seine Position nicht "gefunden" hat. Das europäische Wettermodell bleibt durchweg winterlich, teils tief winterlich mit ordentlichen Optionen auf Schneefall ab dem 15. Januar in ganz Deutschland.

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