Ende der kommenden Woche wird das Wetter zunehmend winterlich, wobei es im Detail noch unterschiedliche Simulationen der Wettermodelle gibt. Nach dem amerikanischen Wettermodell sollte es in ganz Deutschland zum kommenden Wochenende winterlich sein - wenn auch nur mit wenig Schneefall (zumeist in Schauerform). Anders dagegen das europäische Wettermodell, welches heute eine Grenzwetterlage simuliert, wobei die Grenze zwischen kalter und warmer Luft etwa entlang der Mittelgebirge verlaufen soll. Detailprognosen sind zum heutigen Stand nur bedingt möglich. Der Wettertrend ist bei beiden Wettermodellen winterlich - der Grund für diese Troglage ist das aktuelle Hochdruckgebiet mit seinem milden und trüben Herbstwetter. Zum 10. Januar verlagert sich das Hoch über England bis nach Island und stoppt die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, so das diese Mitteleuropa erst einmal nicht mehr erreichen können. Im weiteren Verlauf verlagert die Simulation des europäischen Wettermodells den Hochdruckkern in Richtung Island, zusammen mit einem Mittelmeertief und einen steuernden Tiefdruckkomplex bei Skandinavien wird feuchte und kalte Luft nach Deutschland geführt, so dass das Winterwetter gefestigt wird und etwas länger andauern kann. Das es auch anders gehen kann, zeigt das amerikanische Wettermodell in seinem heutigen Hauptlauf - der Hochdruckkeil wird bei Island durch Tiefdrucksysteme aus dem Westen "unterwandert" und auf die Azoren zurückgeschoben - im weiteren Verlauf stellt sich die altbekannte milde Südwestwetterlage ein. Welches Szenario ist wahrscheinlicher? Der Blick auf die Kontrollläufe zeigt, dass der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells die mildeste Variante zeigt, seine Kontrollläufe sind allesamt kälter. Das Temperaturmittel zeigt negative Temperaturen in ganz Deutschland zwischen dem 12. und 20. Januar, wobei das Temperaturspektrum von -10 bis +2 Grad reicht. Winterliche Verhältnisse im zweiten Januar Drittel sind demnach mit 70% wahrscheinlicher. Worin liegt die Unsicherheit? Die Unsicherheit liegt in der Positionierung des Hochdrucksystems - welches mit einer Wahrscheinlichkeit von je 35% über Skandinavien oder über Island simuliert wird - beides hat winterliches Wetter zur Folge, bleiben 30% Unsicherheit. Im Laufe des Abends werden wir eine Aktualisierung dieser Wetterprognose herausgeben.
Update
Das muntere Hin und Her geht weiter, so dass weiterhin keine Richtung vorgegeben werden kann, wohin das Hochdruckgebiet sich verlagern wird. Als Beispiel dient der Nachmittagslauf des amerikanischen Wettermodells mit Hochdruckkern bei Island und "knackiger" Winterlage über Mitteleuropa, davon ist heute Abend wieder wenig zu sehen. Dieses "einpendeln" wird wohl noch etwas andauern. Was aktuell gezeigt wird ist eine eher nasskalte Variante mit winterlichem Wetter oberhalb etwa 400-500 Meter. Die 30% Unsicherheit bleibt auch heute Abend erhalten (11 von 24 Kontrollläufen mit winterlichen Simulationen, 6 nasskalte Varianten und 7 Hochdruckvarianten mit grauem und trübem Wetter).

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