Das sich die Großwetterlage ab Mittwoch kommender Woche ändern wird, ist kein Geheimnis mehr. Die Frage die sich stellt - kommt der Winter mit Kälte und Schnee, ganz so wie es sich die "Winterfreunde" vorstellen, oder kommt gar eine Kahlfrostperiode - eben ohne Schnee, dafür mit Kälte? Mit Sicherheit lässt sich diese Frage noch nicht beantworten, zum heutigen Stand lässt sich allerdings sagen, dass der mögliche Wintereinbruch im zum 12. Januar hin mit nahezu 75% sehr wahrscheinlich geworden ist. Das amerikanische Wettermodell simuliert diesen Wechsel der Großwetterlage weiterhin sehr imposant - liegen die Tageswerte am 12. Januar noch bei +2/+6 Grad, so werden zum 16. Januar -11/0 Grad simuliert. Das europäische Wettermodell gibt sich, was die Kälte angeht (noch) gemäßigter - demnach hält der Winter in Lagen oberhalb 300-400 Meter bereits zwischen dem 10./11. Januar mit Dauerfrost Einzug, im weiteren Verlauf auch bis in tiefere Lagen mit Temperaturen um oder unter 0 Grad. Gibt es auch Schnee? Ja, der wird bei dieser simulierten Nordlage auch fallen, besonders in den Staulagen der Mittelgebirge und an den Alpen. Was zeigen die Wettermodelle für eine Großwetterlage? Beide Wettermodelle simulieren das Hoch über England nach Grönland "aufkeilen", was das aktive Atlantikwetter von Deutschland fernhält. Gleichzeitig kommt der Polarwirbelsplit ins Spiel, der das Hoch in der Polarregion gerne mit dem Hoch über England (das ursprüngliche Azorenhoch) "verbinden" möchte. Zudem liegt im östlichen Skandinavien das steuernde Tiefdrucksystem, welches zusammen mit Tiefdruck über dem Mittelmeer die Nordlage "zementiert". Was zeigen die Kontrollläufe, sind auch milde Optionen gegeben? Auch milde Optionen gibt es noch, welche aber mit 25% deutlich in der Minderheit liegen - es muss sich zudem noch zeigen, welches Strömungsmuster sich einstellen wird und ob es für den Nordwesten dann auch für Schnee reicht, oder ob es dort "nur" nasskalt wird. Das Muster steht, die Details sind noch unklar - heute Abend bringen wir hierzu ein Aktualisierung der Wetterprognose.
Update:
Es bleibt dabei, der Wettertrend ist ab dem 11. Januar durchweg winterlich oberhalb etwa 300-400 Meter - im weiteren Verlauf kommt die Schneefallgrenze bis in das Flachland herunter. Die Kontrollläufe simulieren 16 von 24 Varianten als winterlich - fraglich bleibt weiterhin die Positionierung der Systeme und die daraus folgende Nachhaltigkeit des Winterwetters. Nach dem aktuellen Lauf ist vor allem südlich der Mittelgebirge viel Schnee möglich

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