Mit Spannung beobachten Meteorologen seit Tagen das major warming in der Polarregion, welcher in Folge - Aufgrund eines Polarwirbelsplits - zu einer "gestörten Zirkulation" in unseren Breiten führen kann. Der Prozess des major warmings sollte nach den Simulationen bis zum 5. Januar abgeschlossen sein. Der AO-Index, also der Index, der die Aktivität des Polarwibels beschreibt, wird ab dem 9. Januar deutlich negativer simuliert. Der erste Hinweis auf einen Poalrwirbelsplit ist damit gegeben. Damit ist aber noch kein Winterwetter in Mitteleuropa garantiert - dazu muss ein weiterer Faktor beachtet werden: der NAO Index, welcher die Positionen von Azorenhoch und Islandtief beschreibt. Ist der NAO Index negativ ist das ein weiteres Indiz für eine gestörte Zirkulation und führt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Troglage über Mitteleuropa, die sich die Winterfans derzeit so wünschen. Und so ist es, der NAO-Index wird ab dem 10. Januar zunehmend negativ gerechnet. Die theoretischen Grundlagen für winterliches Wetter zum zweiten Januar Drittel festigen sich. In den Simulationen der Kontrollläufe zeigen zum 11. Januar noch 9 von 24 möglichen Wettervarianten relativ mildes, 11 von 24 zeigen winterliches und und 4 weiterhin hochdruckdominiertes Wetter. Zusammenfassend ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die Großwetterlage zwischen dem 8./10 Januar ändern wird, wobei die Optionen auf winterliches Wetter zunehmen. Das Langfristmodell zeigt sich auch heute davon unbeeindruckt - der Januar und Februar sollen nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells zu mild, bzw. deutlich zu warm ausfallen.

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