Das erste Januar Drittel ist mit typischen Novemberwetter fast schon "gelaufen". Überraschungen sind bis zum 6. Januar hin nahezu ausgeschlossen. Erst um den 8. Januar herum macht sich das major warming nun auch in den Simulationen der Wettermodelle bemerkbar. Die "Stratosphärenwärme" von nur noch -10 Grad, drückt die "Stratosphärenkälte" von -80 Grad über Kanada und das europäische Nordmeer. Die Folge daraus ist eine Umkehrung der West- in Ostwinde und je nach Intensität ein erneuter "Zusammenbruch" des Polarwirbels mit anschließend gestörter Zirkulation. Anders ausgedrückt steigen ab dem 8. Januar die Wahrscheinlichkeiten für winterliches Wetter in Deutschland deutlich an. Nach den Simulationen strömt der Teilwirbel in eine für Winterfans günstige Richtung, so dass ein möglicher Wintereinbruch nachhaltig sein kann. Auch in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle erkennt man zum 10. Januar hin das "einschlafen" der Druckgradienten, wie es sich für eine "gestörte Zirkulation" gehört. Auch die Kontrollläufe bekommen ein breiteres Spektrum mit deutlich mehr kälteren Varianten im zweiten Januar Drittel. Das es dennoch auch andere Optionen geben kann, zeigt das Langfristmodell - dies sieht das Wetter im Januar 2013 mit 1,5 bis 3 Grad zu warm und deutlich zu nass gegenüber dem langjährigen Mittel. Eine Aktualisierung dieser Wetterprognose erfolgt gegen 18:00 Uhr.
Update
Auch die Simulationen im Tagesverlauf bestätigen den Trend hin zur gestörten Zirkulation - und damit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Troglagen (winterliche Optionen) über Mitteleuropa ab dem 8./10. Januar.

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