Wird es im Anfang des neuen Jahres wieder winterlich? Wann kommt der Winter? Auch diese Frage bleibt - Aufgrund erheblicher Differenzen in den Simulationen der Wettermodelle - weiterhin unbeantwortet. Beide Wettermodelle simulieren die Wölbung des Hochdrucksystems über Mitteleuropa. Das amerikanische Wettermodell platziert das Hoch im weiteren Verlauf recht schnell direkt über Deutschland mit einem Kerndruck von bis zu 1040 hpa. Was das für Folgen hat? Örtlich tristes Novemberwetter mit Nebel, bzw. Hochnebel, örtlich strahlend blauer Himmel mit Sonnenschein und einer Temperaturspanne von +3/+12 Grad. Solch ein "Betonhoch" verschiebt sich nicht so einfach - sollte die Simulation tatsächlich so eintreffen - so ist im er ersten Januar Drittel so gut wie kein Winterwetter möglich. Was aber passieren kann, wenn das Hochdrucksystem etwas weiter im Westen "hoch geht", zeigt das europäische Wettermodell. Hier kann ein kräftiges und kleinräumiges Tief über Deutschland am 4. Januar nach Süden in das Mittelmeer abtropfen und fühlt sich in der Folge da unten ganz wohl. Zusammen mit dem Hoch, welches nach dem europäischen Wettermodell seinen Kern bei England hat, zieht das Tief die Kalte Luft aus dem Norden an, was in Deutschland Dauerfrost und winterliches Wetter zur Folge haben kann. Wie es das europäische Wettermodell schön simuliert, "wandert" solch ein Hoch gerne nach Skandinavien, was das Winterwetter durchaus nachhaltiger macht - würde auch zur Hochwinterzeit passen. Ähnliche Grundkonstellation der Großwetterlage und doch zwei völlig unterschiedliche Ergebnisse. Was sagen die Kontrollläufe? Auch hier - leider - kein klares Bild. Deutschland liegt in den meisten Kontrollläufen zwischen den Fronten, was eine Wetterprognose zum heutigen Stand nicht gerade einfacher macht. Woran liegt diese Unsicherheit? Die ist mit dem zu erwartenden major warming (Plötzliche Stratosphärenerwärmung) in der Polarregion begründet. Scheinbar tun sich die Simulationen damit recht schwer, denn selbst die Hauptläufe haben keine konstante Simulation, sondern pendeln hin und her, wobei das wiederum bei einer Veränderung der Großwetterlage völlig normal ist.

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