Wohin geht der Wettertrend? Schon heute steht fest, dass es bis zum Jahreswechsel keinen Wintereinbruch mehr geben wird. Der Grund hierfür ist weiterhin der teilaktive Bereich des Polarwirbelsplits über dem europäischen Nordmeer. Damit werden über Grönland kalte Luftmassen angesammelt, welche die Wetterküche auf dem Atlantik regelmäßig erneuert und teils kräftige Tiefdrucksysteme nach Mitteleuropa schickt. Das Azorenhoch kann sich auf dem Atlantik nicht zu einem Blockadehoch entwickeln und unterstützt somit die überwiegend milde westlich bis südwestlich gelagerte Großwetterlage. So lange dieser Zustand anhält, ist kein Winterwetter in Sicht. Anders dagegen die Situation auf der kalten Welle des Polarwirbelsplits - Tagestemperaturen über weiten Teilen von Kanada und Sibirien von -20 bis -60 Grad sorgen dort für örtliche Rekordtemperaturen. Für alle Winterfans stellt sich also die Frage - wann schwenkt der Polarwirbel? Vorsichtige Ansätze zeigen beide Wettermodelle zum Beginn des neuen Jahres mit einer Aufwölbung des Azorenhochs auf dem Atlantik, was auf den Beginn einer Veränderung der Wellenbewegung hindeutet und somit die winterlichen Optionen in Mitteleuropa erhöht.

Auch in den Kontrollläufen ist dieser Trend deutlich zu erkennen - 19 von 24 Simulationen zeigen zum Jahresbeginn den Wandlungsprozess des Azorenhochs (was aber noch keinesfalls zwingend Winterwetter zur Folge haben muss). Das Langfristmodell zeigt für den Januar 2013 heute deutlich zu warmes und niederschlagsreiches Wetter gegenüber dem langjährigen Mittel. Der Februar 2013 soll demnach normal ausfallen.

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