Wetter im Winter 2012/2013 - Wetterprognose vom 25. Dezember

| M. Hoffmann
Wohin geht der Wettertrend? Schon heute steht fest, dass es bis zum Jahreswechsel keinen Wintereinbruch mehr geben wird. Der Grund hierfür ist weiterhin der teilaktive Bereich des Polarwirbelsplits über dem europäischen Nordmeer. Damit werden über Grönland kalte Luftmassen angesammelt, welche die Wetterküche auf dem Atlantik regelmäßig erneuert und teils kräftige Tiefdrucksysteme nach Mitteleuropa schickt. Das Azorenhoch kann sich auf dem Atlantik nicht zu einem Blockadehoch entwickeln und unterstützt somit die überwiegend milde westlich bis südwestlich gelagerte Großwetterlage. So lange dieser Zustand anhält, ist kein Winterwetter in Sicht. Anders dagegen die Situation auf der kalten Welle des Polarwirbelsplits - Tagestemperaturen über weiten Teilen von Kanada und Sibirien von -20 bis -60 Grad sorgen dort für örtliche Rekordtemperaturen. Für alle Winterfans stellt sich also die Frage - wann schwenkt der Polarwirbel? Vorsichtige Ansätze zeigen beide Wettermodelle zum Beginn des neuen Jahres mit einer Aufwölbung des Azorenhochs auf dem Atlantik, was auf den Beginn einer Veränderung der Wellenbewegung hindeutet und somit die winterlichen Optionen in Mitteleuropa erhöht.

Auch in den Kontrollläufen ist dieser Trend deutlich zu erkennen - 19 von 24 Simulationen zeigen zum Jahresbeginn den Wandlungsprozess des Azorenhochs (was aber noch keinesfalls zwingend Winterwetter zur Folge haben muss). Das Langfristmodell zeigt für den Januar 2013 heute deutlich zu warmes und niederschlagsreiches Wetter gegenüber dem langjährigen Mittel. Der Februar 2013 soll demnach normal ausfallen.

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Das Wetter-Jahr 2023 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2023 +3,6 +4,1 +2,7 69,2 l/m² - etwas zu nass
Februar 2023 +3,2 +2,8 +1,7 94 l/m² - etwas zu trocken
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2023 +3,4 +3,5 +2,2 163,2 l/m² - leicht zu nass

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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