Die Wettermodelle zeigen die Wetterentwicklung nach Weihnachten weiterhin turbulent mit viel Niederschlag und der Optionen für Schnellläufer und den damit verbundenen stürmischen Winden - der Grundcharakter bleibt bei den meisten Simulationen mit Temperaturen von +1/+5 Grad bei nasskaltem Wetter, wobei die Schneefallgrenze bei etwa 1.000 Meter liegen wird. Die Optionen für winterliches Wetter ergeben sich weiterhin in Form des Polarwirbelsplits, der sich zum 26. Dezember hin vollständig entwickelt haben sollte. Ein Teil wandert in Richtung Bering Meer, der Andere in das europäische Nordmeer. Da es sich hierbei um Teilaktive Systeme handelt, "wirbeln" die Tiefdrucksysteme und diesen Teilwirbel herum und haben in Deutschland das abwechslungsreiche Wetter zu Folge. Nicht ganz unabwägig ist die Annahme der Verschiebung des Teilwirbels nach Osten, was in Deutschland zu winterlichen Verhältnissen führen kann. Mildes, nasskaltes und kaltes Wetter liegen hierbei recht nah beieinander. Spannend wird es allemal, wenn sich das kanadische Hochdrucksystem (welches für den Split mit verantwortlich ist) weiter nach Osten bewegt. Der AO-Index (Arctic Oscillation) bleibt im deutlich negativen Bereich, so dass von einer Regenerierung des Polarwirbels derzeitig nicht ausgegangen werden kann. Eine Störung des Polarwirbels hat eine Wellenbildung zur Folge, bei der kalte Luft sehr weit in den Süden vorangetrieben werden kann. Deutschland liegt derzeitig auf einer warmen "Vorderwelle". Was ist aber neben diesen Theorien wahrscheinlicher? Zum heutigen Stand ist die nasskalte Variante mit rund 58% wahrscheinlicher, als die winterliche Variante mit 34%. Erst zum Jahreswechsel hin kann sich die winterliche Variante - zumindest in den Simulationen der Kontrollläufe - mit frostigeren Temperaturen durchsetzen (vgl. 29. Dezember 17 von 24 Läufen mild, am 2. Januar nur noch 5 von 24 Läufen mild). Es dauert seine Zeit, bis sich solch ein System nach Osten bewegt.
Update
Im Tagesverlauf wurde das major Warming (Plötzliche Stratosphärenerwärmung) der Wettermodelle konkreter berechnet, was eine winterliche Periode zum Jahreswechsel hin in Deutschland wahrscheinlicher machen könnte.

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