Nach den weihnachtlichen Feiertagen wird sich mit höherer Wahrscheinlichkeit die milde Luft in ganz Deutschland durchsetzen können und somit verbreitet für wechselhaftes und nasskaltes Wetter sorgen. In den Simulationen lassen sich Temperaturen zwischen 0/+5 Grad ablesen, wobei die Mitteltemperatur bei etwa +3 Grad liegt. Warum ist das so? Das sibirische Hochdrucksystem kann sich nicht behaupten und rutscht zu Weihnachten hin nach Osten ab und macht somit Platz für die Tiefdrucksysteme aus dem Westen. Ganz aufgeben tut es aber dennoch nicht und verbindet sich mit dem Hochdrucksystem zwischen Portugal und dem Mittelmeer. Damit wölbt sich das Geopotential - für Winterfreunde - ungünstig vor Deutschland auf und führt zu einer relativ milden Südwest- bis Westwetterlage, deren Wahrscheinlichkeit bei rund 51% liegt. Das der weitere Verlauf weiterhin unsicher bleibt, zeigt zum einen die Polarwirbelsimulation um den 27. Dezember herum mit einem kräftigen Kaltluftausbruch über Kanada nach Süden, in der Höhe wird es dagegen warm
Major Stratospheric Warming ist das Zauberwort. Dabei strömt warme Luft aus dem Pazifik bis in die Polarregion vor (teilweise auch warme Luft vom Atlantik). Dies führt zu einer Erwärmung in der Stratosphäre (10.000 - 50.000 Meter) und stört/schwächt den Polarwirbel. Ist der Warmluftvorstoß entsprechend Stark, so kommt es zu einer Teilung in zwei Wirbel und damit zu einem erneuten Polarwirbelsplit
. Die Kontrollläufe bestätigen die Unsicherheiten - so zeigen 10 von 24 Läufen relativ mildes West- bis Südwestwetter, 4 zeigen nasskaltes und 10 zeigen kalte Wettervarianten um den 30. Dezember herum. Es bleibt spannend!

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