Wetter Winter 2012/2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2012/13 - Wetterprognose vom 16. Dezember

Der Winter legt bis zum Mittwoch definitiv eine Pause ein - milde Temperaturen und Regenschauer sorgen für ein an-/abschmelzen der Schneedecke bis auf etwa 800 Meter. Ab Mittwoch wird es von Nordosten allmählich kälter, so dass zumindest die Temperaturen im Osten und Süden bis Freitag in den Dauerfrostbereich absinken können. Seit Tagen ist eine Wettervorhersage um den 22./23. Dezember spekulativ, der Grund liegt an der unsicheren Position des sibirischen Hochdrucksystems, an dem sich die Tiefausläufer auf dem Atlantik "die Zähne aus beißen". Deutschland liegt dabei in der milden Südwestluft, was winterliches Wetter nahezu ausschließt. Allerdings zeigen die Wellensimulationen des Polarwirbels erhebliche Schwankungen um den 23. Dezember, was eben die Wettervorhersage in den unsicheren Bereich stellt. Der aktive Teil des Polarwirbels ist weiterhin im östlichen Sibirien angesiedelt. Der zweite Teilaktive Bereich liegt in etwa über europäischen Nordmeer, gleichzeitig schiebt sich vom Beringmeer ein Hochdrucksystem in Richtung Grönland, was den Polarwirbel erneut zusetzen und stören/Teilen wird (23. Dezember, möglicher Prozess des major warming). Jetzt kann man weiter spekulieren, was wohl passieren wird: Tiefdruck dreht sich gegen den Uhrzeigersinn, Hochdruck im Uhrzeigersinn. Beide Systeme führen demnach kalte Luftmassen in Richtung Nordmeer/Skandinavien. Das amerikanische Wettermodell zeigt diese Entwicklung heute recht imposant mit milden Temperaturen zwischen dem 23./24. Dezember und frostigen Temperaturen zum 26./27. Dezember mit kräftigen Schneefällen und auch das europäische Wettermodell steigt zunehmend in diese Simulationen mit ein. Wie seit Tagen schon angedeutet, ist in der kommenden Wetterentwicklung noch eine Menge Spielraum vorhanden, sowie weitere Überraschungen. Aufgrund der weiterhin fehlenden Polarwirbelaktivität in unserer Wetterküche darf man das Winterwetter in Mitteleuropa nicht unterschätzen - gut möglich, dass die derzeitige Mildphase nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Was zeigen die Kontrollläufe? Am 23. Dezember zeigen 17 von 24 Läufen mildes Wetter, am 25. Dezember sind es 11 von 24 und ab dem 27. Dezember nur noch 7 von 24 Läufen auf mildes Wetter. Der Wettertrend geht um/nach Weihnachten wieder in Richtung winterliches Wetter, was auch die Frage für oder gegen weiße Weihnachten wieder aufwerfen wird (die Aktualisierung der Wetterprognose für Weihnachten erfolgt gegen 13:00 Uhr). Aber wie bereits erwähnt ist die Wetterentwicklung nach dem 23. Dezember im unsicheren Bereich. Es bleibt spannend - aus diesem Grund werden wir heute Abend ein erneutes Update dieser Wetterprognose herausgeben.
Update
Was sagt man dazu? Eine Kuh wackelt weniger mit ihrem Schwanz, als es die Wettersimulationen derzeitig tun. Ist auch kein Wunder, bei dieser Komplexität der gegebenen Faktoren - die beileibe nicht alltäglich sind und eine Wettervorhersage nicht leicht machen. Dennoch soll der Versuch gewagt werden. Das Hochdrucksystem kommt in den Simulationen beider Wettermodelle bis nach Skandinavien voran. I.d.R. "drückt" das die Tiefdrucksysteme von Westen her kommend auf eine südlichere Bahn in Richtung Mittelmeer - sie "quetschen" sich quasi über Deutschland durch und lösen auf der Rückseite einen "Abtropfprozess" aus - deshalb ist ein Skandinavienhoch bei den Winterfans oftmals beliebt. Und was simuliert das europäische Wettermodell? Ein breit gefächertes Tiefdrucksystem von Grönland bis Deutschland reichend mit einem Kerndruck von 965 hpa vor England - nein, so ein gewaltiges Tiefdrucksystem "quetscht" sich nicht einfach durch - stattdessen wird es den Aufwölbungsprozess des Azorenhochs unterstützen und kurzzeitig zu einer Südwestwetterlage führen. Das amerikanische Wettermodell hingegen simuliert das Tiefdrucksystem kompakter, ebenfalls mit Kerndruck von 965 hpa am 24. Dezember über Deutschland - so ein Tief hätte das Potential einfach durchzurutschen. Was hat das alles zur Folge? Zunächst einmal scheint es so, als ob die derzeitige Midlerung nur eine kurze Phase bleibt, denn auch der Polarwirbel macht weiterhin seine Wellenbewegungen zum 23. Dezember hin - im Abendlauf gar mit Milderung bis nach Neufundland/Grönland reichend mit Kaltluftkörper über Kanada und dem Nordmeer, was sehr häufig zu einem Kaltluftausbruch über Mitteleuropa führt. Fazit - alles offen, wobei winterliche Optionen weiterhin zunehmen. Es bleibt spannend.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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