Betrachtet man sich die nun entwickelnde Großwetterlage, so sind sich die Wettermodelle zum 22. Dezember hin relativ einig geworden, wenn auch im Detail noch unterschiedlich, soll sich zwischen einen Tiefdrucksystem auf dem Atlantik und einem Hoch über Portugal/Spanien eine Südwestströmung einstellen. Dagegen stemmt sich aus dem Osten weiterhin das sibirische Hochdrucksystem, das vom europäischen Wettermodell deutlich weiter westlich simuliert wird, als es das amerikanische Wettermodell macht. Das Ergebnis ist jedoch - zumindest in der Simulation - das Gleiche: mildes Wetter. Je nach Modell mit mehr oder weniger Niederschlag - zumeist in flüssiger Form. Dabei nimmt das Hochdruckgebiet aus Sibirien eine blockierende Position ein, so dass das Tiefdrucksystem vom Atlantik nicht mehr in die Mittelmeerregion "abtropfen" kann, sondern sehr schnell in Richtung europäisches Nordmeer "geschossen" wird, was die Windzirkulation auf südliche Richtung anheizen wird. Es stellt sich weiterhin die Frage, was wohl passiert, wenn ein Hoch und ein Tief am Polarrand solche Dynamik erzeugen? In der Theorie können daraus Wellenbewegungen entstehen, welche wiederum Troglagen auslösen können, ebenfalls - Aufgrund des enormen Geopotentialtransportes in die Polarregion - ein erneutes Polarwirbelsplit hervorgerufen werden. Zusammenfassend stehen die Simulationen durchaus auf mildes Wetter, wobei die Unsicherheiten weiterhin vorhanden sind - Meteorologen werden in den kommenden Tagen kein leichtes Spiel haben, besonders was die Wettervorhersage für oder gegen weiße Weihnachten betrifft (Update gegen 14:00 Uhr). So viel sei verraten - die Tendenz der Kontrollläufe geht wieder in Richtung kälteres Wetter.
Update
Der Atlantik sieht auf den Modellkarten aus, wie wenn man in einem Suppentopf gründlich "herumrührt". Lauter einzelne, teils kräftige Tiefdruckzellen, die allesamt das gleiche Ziel haben - gegen das sibirische Hochdrucksystem anzurennen und sich dabei eine "platte" Nase zu holen. Für die Winterfans unter Ihnen hat das den Nachtteil, dass Deutschland genau in der südlichen, bzw. südwestlichen Strömungskomponente liegt und damit winterliches Wetter weiterhin nicht möglich ist. Erst um die Weihnachtszeit zeigen auch die Kontrollläufe wieder vermehrte Optionen, dass amerikanische Modell gar nach der Weihnachtszeit mit einem erneuten Wintereinbruch. Aber auch das europäische Wettermodell hält sich weiterhin Optionen für einen Wintereinbruch um die Weihnachtszeit offen.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!