Kaum zeigen die Wettermodelle eine winterliche Simulation, schon geht unter den Winterliebhabern die Wintereuphorie los. Die meisten unserer Leser "wünschen" sich wohl einen schneereichen Winter und das ist meist der Fall, wenn die Winter in Deutschland normal verlaufen (bei -10 Grad ist die Luft häufig zu trocken, als dass noch Schnee fallen kann). Weiterhin deuten einige Faktoren auf normales bis leicht zu kaltes Wetter im Winter 2012/2013 hin, auch wenn das Langfristmodell des DWD den Winter zwischenzeitlich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit als normal (38%) bis leicht zu warm (40%) einstuft. Das amerikanische Wettermodell bleibt dabei - der Dezember 2012 leicht zu kalt und zu nass (37%), der Januar 2013 normal bis leicht zu mild und etwas zu nass (28%), der Februar 2013 zu mild und deutlich zu nass (24%). Aber zurück zur aktuellen Entwicklung - in den letzten Wettervorhersagen zum Winterwetter haben wir bereits erläutert, dass durch bestimmte Faktoren es in diesem Winter zu vermehrten Troglagen und Hochdruckblockaden auf dem Atlantik kommen kann - in Summe daraus ist mit einen geschwächten Polarwirbel zu rechnen (vermehrte Polarwirbelsplits). Meist treten diese Polarwirbelsplits zum Ende des Winters auf, in diesem Jahr zeichnet sich bereits der erste Split zum 22. November hin ab. Einheitlich simulieren die Wettermodelle diesen Split mit nachfolgender Veränderung der Großwetterlage zum 25. November hin. Zunächst wird ein nasskalter Abschnitt erwartet, welcher später in eine Troglage übergehen kann. Das hätte Ende November in Lagen oberhalb etwa 400 Meter Niederschläge in Form von Schnee zur Folge. Da aber ein Konstrukt einer gestörten Zirkulation schwer vorherzusagen ist, bleibt die Detailprognose mit 32% ungenau, der Wettertrend hin zu einem winterlichen Abschnitt zum Beginn des Winters 2012/2013 am 1. Dezember, ist dagegen mit 51% durchaus im möglichen Bereich. In den kommenden Tagen werden wir an dieser Stelle weiter von der Entwicklung der möglichen winterlichen Wetterlage berichten.

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