Wetter im Winter 2012/13 - Wettertrend vom 4. November

Westwindwetter übernimmt im November weitestgehend die Kontrolle über das Wetter in Deutschland. Ein erneuter Wintereinbruch ist bis zur Monatsmitte durch diese Großwetterlage eher unwahrscheinlich. Heute möchten wir gerne noch einmal erläutern, warum man in der Welt der Meteorologen in diesem Winter von einem normalen bis leicht zu kalten Winter gegenüber dem langjährigen Mittel ausgeht:
  • El Nino Bedingungen - fördert vermehrt Hochdruckblockaden auf dem Atlantik und führt in Mitteleuropa häufiger zu Winterwetter
  • Sonnefleckenzyklus hat ein schwaches Maximum - in Summe fördert auch das vermehrt Hochdruckblockaden auf dem Atlantik
  • Eisschmelze in der Arktis - vermehrte Ausbildung von Nordmeer Hochdrucksystemen
  • In Summe der oben genannten Einflüsse, ist mit einen geschwächten Polarwirbel zur rechnen - in Folge daraus vermehrte Polarwirbelsplitts
  • Frühe Aktivierung der Jahreszeit typischen Westwindwetter Aktivität - höhere Wahrscheinlichkeit, dass diese im Dezember enden wird und den einen oder anderen Wintereinbruch ermöglicht
Im Gegenzug fehlen in diesem Jahr eindeutige Hinweise darauf, dass das Wetter im Winter 2012/13 zu warm ausfallen kann. Die Langfristprognose des Deutschen Wetterdienstes geht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit von einen normalen bis leicht zu kalten Winterwetter aus, das amerikanische Langfristmodell hingegen zeigt durchweg leicht zu warme Wintermonate.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +10,38 +0,87 -0,28 647 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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