Wetter Winter 2012/2013 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2012/13 - Wettertrend vom 9. Oktober

In den letzten Wetterprognosen, bzw. Wettertrends für das Wetter im Winter 2012/13 haben wir u.a. über die Eisschmelze in der Arktis berichtet. Auch div. Massenmedien haben in letzten Wochen über das Thema geschrieben und z.T. maßlos übertrieben (Extremwinter). Was aber ist an der Eisschmelze wirklich dran und warum kann es dadurch einen kalten Winter geben? Das Klima ist ein ganz besonders träges System. Ereignisse wie in etwa die Eisschmelze wirken sich erst Monate, bzw. Jahre später aus. Unser Klima in Mitteleuropa wird hauptsächlich durch zwei Wirkmechanismen beeinflusst: Der Golfstrom und der Westdrift. Der Westdrift ist nichts anderes als der Jetstream, der u.a. durch Temperaturdifferenzen zwischen Äquator und Arktis entsteht
Wird das Eis nun weniger, sinkt auch die Temperaturdifferenz, der Westwinddrift könnte dementsprechend schwächer werden. Auf der folgenden Videosimulation der NASA sieht man sehr schön einige "Beulen" im Westdrift, wobei jede "Beule" Extremwetter bedeuten kann - man geht in der Fachwelt davon aus, dass der Westdrift in Zukunft schwächer werden wird und die "Beulen" zunehmen werden. Das hätte dann längerfristige Großwetterlagen zur Folge (wie z.B. langanhaltende Südwestwetter- oder Troglagen; Monatelang trocken oder sehr nasses Wetter)
Ein weiterer Mechanismus ist der Golfstrom, der warmes Wasser in den Norden "pumpt". Das Wasser wird im Norden (Grönland-See, Labrador-See) der salzlose Anteil entzogen und gefriert zu Eis, was übrig bleibt ist schweres Salzwasser, welches schneller nach unten sinkt - dadurch ensteht ein Sog nach unten und ist ein Motor des Golfstroms - kommt nun, durch Eisschmelze vermehrt Süßwasser in die Region, wird der Salzgehalt weniger und der Sog wird schwächer - so die Vermutung der letzten Jahre, warum Extremwettereignisse in Europa zunehmen. Jüngste Forschungen zeigen aber ein anderes Bild:
Dennoch zeigt der Golfstrom, bzw. sein verlängerter Arm - der Nordatlantikstrom, in den letzten Jahren eine Verlagerung der Flussrichtung nach Grönland hin. Was hat das jetzt mit dem Winter in Mitteleuropa zu tun? Im Grund profitiert Mitteleuropa von diesen zwei Wirkmechanismen mit stabilen und relativ gleichbleibenden Wetterbedingungen. Gäbe es z.B. den Golfstrom nicht, hätte das in etwa ein Wetter, bzw. Klima wie in Kanada zur Folge. Wie sich diese Klimafaktoren auswirken werden, lässt sich derzeit nicht beantworten. Die Tendenz der Großwetterlagen geht jedoch immer mehr dazu über längere Zeiten als früher zu wirken, teilweise über Monate hinweg. Schläft zudem der Westdrift ein, sind Blockadehochdrucksysteme und Troglagen in Mitteleuropa wahrscheinlicher, was eher für kühleres Wetter im Winter spricht (Nordwestwetterlagen). Das Langfristmodell "wackelt" derzeit mit seiner Winterprognose für 2012/2013 noch etwas - zunächst zu warm, dann etwas zu kalt und in der heutigen Simulation deutlich zu warm und viel zu nass.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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