Die Wintermonate Januar 2013 und Februar 2013 werden vom Langfristmodell weiterhin als leicht zu warm, der Dezember 2012 deutlich zu mild simuliert. Zudem zeigt sich für diese Monate eine leicht erhöhte Niederschlagstendenz. Grundsätzlich passt diese Wetterprognose für den Winter 2012/2013 so gar nicht in die bisherigen Theorien (s. vergangene Beiträge über Arktis Eis, Sonnenaktivität und El Niño), die allesamt mehr oder minder für einen leicht zu kalten bis zu kalten Winter sprechen. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, welches in der vergangen Jahren einen stets zu warmen Winter berechnet hat, zeigt für das Wetter im Winter einen normalen Wettertrend. Die Massenmedien sind sich - wie jedes Jahr - ziemlich sicher, dass in Deutschland ein "Horror-" oder "Eis-" Winter bevorstehen wird. Ob das wirklich so kommt, muss man noch abwarten - entscheidend könnte die Großwetterlage in den kommenden Herbstmonaten sein. El Niño "fördert" eine eher negativen NAO Index (Blockadehoch auf dem Atlantik, Troglage Mitteleuropa) - tritt das des Öfteren in den Herbstmonaten auf, so ist mit einer Fortsetzung in den Wintermonaten durchaus wahrscheinlich. Das El Niño Phänomen kann, muss aber nicht zwangsläufig einen zu kalten Winter in Mitteleuropa bringen - mit einer etwas niedrigeren Wahrscheinlichkeit sind auch zu milde Winter - trotz El Niño - möglich. Was aber schon heute gesagt werden kann ist die Tatsache, dass das El Niño Phänomen grundsätzlich mehr Niederschlag und Tiefdruckaktivitäten zeigt, als normal üblich.

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