In der kommenden Woche zeigt sich der Winter mal kurz am Montag / Dienstag - von einem Wintereinbruch kann aber erst ab Höhenlagen um 800 bis 1.200 Meter gesprochen werden. Vor allem in den nördlichen Alpenregionen von Deutschland, Schweiz und Österreich können in dieser Woche erhebliche Neuschneemengen hinzukommen - mit dem stürmischen Winden wird der Schnee ordentlich "verblasen". Weiterhin deutet sich zum 10. Dezember herum der nächste Versuch des Winters an, sich in Mitteleuropa durchzusetzen. Ob dieser Versuch gelingen wird, muss zum heutigen Stand noch abgewartet werden, da die atlantische Frontalzone weiterhin sehr aktiv ist. Auch die Kontrollläufe bringen keine neue Erkenntnis, aber eben den Trend zum winterähnlichem Wetter um den 10. Dezember herum. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes geht in seiner Langfristprognose mit einer Wahrscheinlichkeit von einen zu kalten Winter 2011/2012 von 16%, normalen Winter von 37% und zu warmen Winter mit 47% aus. Das amerikanische Langfristmodell hingegen geht weiterhin von einem normalen bis leicht zu kalten Winter 2011/2012 aus - auch Langfristprognosen anderer Wettermodelle gehen im Schnitt von einem normalen Winter 2011/2012 aus.
Weiterhin gibt es einige Faktoren, die für einen normalen, bis zu kalten Winter 2011/2012 sprechen: die quasi-biennial oscillation, negative Temperaturabweichung der Meeresoberflächentemperatur im Nordatlantik, noch immer relativ niedrige Sonnenaktivität, Trend zum negativen NAO Indizes (Verschiebung Kältepol von Grönland nach Skandinavien), nach Omegalagen setzt zumeist eine deutlich kühlere und niederschlagsreiche Wetterphase ein und 2011 war ein Wespenjahr. Jetzt muss sich der Winter 2011/2012 nur noch daran halten ;-)

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