Wie in der letzten Wetterprognose für den Winter 2011/2012 angedeutet, lässt die derzeitige Großwetterlage im ersten Novemberdrittel keinen Wintereinbruch zu. Das Hochdruckgebiet ist recht zäh und dem Tiefdrucksystem bei England geht die "Puste" aus. Dennoch zeigt sich im zweiten Novemberdrittel durchaus eine Entwicklung, welche als Winterwetterlage durchgehen könnte. Das europäische Wettermodell rechnet mit einer Verschiebung des Hochdruckgebietes nach Skandinavien, so dass kalte Festlandsluft von Osten her nach Deutschland geführt wird. Das amerikanische Wettermodell rechnet ebenfalls mit solch einer Variante, jedoch erst in der zweiten Novemberhälfte. Kaltluft aus dem Osten bedeutet aber nicht zwangsläufig auch Schneefall, denn meist ist die Luft recht trocken und somit bleibt es niederschlagsfrei. Zumindest steigt zum heutigen Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit auf Winter ähnliche Temperaturen im zweiten Novemberdrittel. Das Langfristmodell rechnet in seiner heutigen Wetterprognose den Winter 2011/2012 weiterhin als normal bis leicht zu kalt. Beim Niederschlag sieht es ähnlich aus - Dezember 2011 etwas zu trocken, Januar 2012 etwas zu nass, Februar 2012 normal - unterm Strich normal. Auffällig ist seit September, dass der Westen von Europa als deutlich zu trocken gerechnet wird, was auf eine Hochdruckaktivität auf dem Atlantik schließen lässt. Eine Hochdruckblockade auf dem Atlantik führt in Mitteleuropa häufig zu Trog- oder Nordwetterlagen. Als Fazit zum heutigen Stand: Ein normales bis leicht zu kaltes Wetter im Winter 2011/2012 mit dem Hang zu Trogwetterlagen.

Anzeige

 

Erzählen Sie es Ihren Freunden, wenn Ihnen unsere Wetterprognosen gefallen