Ein absoluter "Winterkiller" ist ein typisches, stationäres Tiefdrucksystem bei Island und England. Nistet sich so ein System erst einmal ein, kann man davon ausgehen, dass sich das Wetter nur geringfügig in den kommenden Monaten ändern wird. Betrachtet man das Wettergeschehen seit Juni 2011 so stellt man fest, dass über den Juni, Juli, August und die erste Septemberhälfte genau dieses Island und England System aktiv war und vor allem in Süddeutschland für das warme und abwechslungsreiche Wetter gesorgt hat. Nun ist es recht unwahrscheinlich, dass sich diese Großwetterlage noch weiter halten wird, sicherlich noch im September, vielleicht auch in den ersten Oktobertagen, aber dann sollte sich ein Wechsel einstellen. Anders ausgedrückt - die Wahrscheinlichkeiten für einen normalen, bzw. zu kalten Winter 2011/2012 sind in diesem Jahr recht hoch. So sieht es auch das Langfristmodell seit einiger Zeit. Der September wird noch mit normalen Temperaturen gerechnet, während der Oktober und November als leicht zu kalt prognostiziert werden. Die Wintermonate Dezember 2011 und Januar 2012 werden ebenfalls leicht zu kalt gerechnet. Betrachtet man Europa, so wird der gesamte östliche und nördliche Kontinent zu kalt gerechnet, was auf ein stabiles Hochdruckzentrum hindeutet. Erst der Februar 2012 wird wieder mit normalen Temperaturen ausgegeben. Aus vielerlei Sicht also die erhöhte Wahrscheinlichkeit eines zumindest normalen, bzw. leicht zu kalten Wetters im Winter 2011/2012.

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