Wetter im Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 9. Februar

Heute fällt vor allem östlich einer Linie Berlin - Bodensee etwas Schnee und zum Wochenende hin wird es erneut kälter, mit z.T. sehr strengen Nachtfrösten. Unklar war in den letzten Tagen, wie sich das Wetter nach dem 12./13. Februar weiterentwickeln wird. Zu 98% sicher ist, dass die kalte Ostlage ihr Ende finden wird und zum heutigen Stand kann mit 70%iger Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass es winterlich weitergeht - anders ausgedrückt: die große Kälte geht, der Schnee kommt. Das Hochdruckgebiet baut sich mehr und mehr zu einen Blockadehoch auf dem Atlantik auf (von Portugal bis Grönland) und hält die warmen Tiefdrucksysteme von Mitteleuropa fern. Östlich des Blockadehochs "rutscht" um den 13. Februar ein Trogsystem ab und bringt nachfolgend Niederschläge, welche bis in tiefe Lagen durchweg als Schnee fallen sollten (Ausnahme Westen und Nordwesten, hier auch Schneeregen/Regen möglich). Die Temperaturen liegen zumeist zwischen -3 Grad im Süden, -2 Grad im Osten und -1/+2 Grad im Westen/Nordwesten. Simuliert werden Schneemengen bis Mitte der kommenden Woche zwischen 10/17cm, in Staulagen auch bis 25cm. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es sich beim Niederschlag wirklich um Simulationen handelt - genaueres kann erst gesagt werden, wenn die Großwetterlage umgestellt ist. Bleibt der Winter dann oder ist das nur eine kurze Phase? Für alle die auf frühlingshafte Temperaturen um die +15 Grad warten, müssen sich wohl bis in den März hinein noch gedulden. Denn sollte die Blockadehochdrucklage so kommen wie heute gezeigt, dann bleibt diese Erfahrungsgemäß auch längere Zeit. Anders ausgedrückt: winterliches/nasskaltes Wetter ist bis Ende Februar wahrscheinlicher als milde Temperaturen mit 10/15 Grad.
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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,79 +0,75 -0,48 610 l/m² - zu nass
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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