Viele unserer Leser wissen aus den vergangenen Monaten, was Großwetterlagen sind. Stabile, eingependelte Wettersysteme, welche sich nur beschwerlich verändern (trockenes Frühjahr, durchwachsener Sommer, trockener Herbst, bis Ende Januar sehr nasser und warmer Winterverlauf). Nun hat sich eine Großwetterlage eingestellt, welche große Massen an kontinentaler Kaltluft aus dem Osten nach Deutschland transportiert. Diese Wetterlage bleibt auch mit hoher Wahrscheinlichkeit noch bis zum kommenden Wochenende erhalten. Erfahrungsgemäß sind solche Hochdrucksysteme sehr langlebig und führen häufig im Anschluss zu einer "gestörten Zirkulation". Das amerikanische Wettermodell simuliert diese Veränderung der Großwetterlage in seinen letzten Modellläufen sehr deutlich - die große Kälte bei Grönland wird ab dem 12. Februar durch relativ warmen Hochdruck abgelöst. Somit fällt die "Tiefdruckproduktionsmaschine" - welche für mildes Westwindwetter bei uns in Deutschland verantwortlich ist - aus. Gleichzeitig entsteht im Norden ein Trog nach Mitteleuropa mit dem erneut die kalte Luft ungehindert nach Deutschland einfließen kann - dann auch mit nennenswerten Schneefällen. Das europäische Wettermodell simuliert ebenfalls einen Polarwirbelsplit, allerdings mit einem gänzlich anderem Ergebnis für Mitteleuropa: nasskaltes, windiges "Schmuddelwetter". Der Trend bei den Wettermodellen geht allerdings in Richtung winterliches Wetter zur Monatsmitte, jedoch zeigen diese beiden Beispiele wie breit das Spektrum an Möglichkeiten auseinander geht.

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