Das Wetter im Winter 2011/2012 ist seit dem 1. Dezember 2011 von überwiegend mildem Westwindwetter geprägt. Der Grund liegt hierfür im sehr kalten Bereich des Polarwirbels bei Grönland. Immer wieder aufs neue werden dort Tiefdrucksysteme mit viel Niederschlag und Wind vom Atlantik nach Mitteleuropa geschickt. Erfahrungsgemäß dauern stabile Großwetterlagen 6-8 Wochen, zeit, dass sich das ändert! Und in der Tat zeigt sich das heute in den Wettermodellen in Form von Hochdruck über Mitteleuropa (genauer: Hochdruckbrücke Azoren - Skandinavien). Somit werden Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gehalten und über Mitteleuropa kann sich das Wetter beruhigen. Damit verbunden ist eine "sanfte" Ostbrise, welche jeden Tag - Stück für Stück - kältere Luft nach Mitteleuropa schiebt. Die kontinentale Luft aus dem Osten ist nicht nur kalte, sondern zumeist auch trockene Luft. Somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit zum Ende des Januars hin, dass es tagsüber - durchaus bei Sonnenschein - frostig bleibt. Beide Wettermodelle sehen dieses Szenario in ähnlicher Art und Weise so eintreffen - mit einem kleinen aber feinen Unterschied. Das europäische Wettermodell sieht einen sog. Kaltlufttropfen (kaltes, kleinräumiges Höhentief) nach Süddeutschland ziehen - dieses Tief kann neben dem Frost auch etwas Schnee mit sich bringen. Die Wahrscheinlichkeit für solch ein Eintreffen liegt heute bei rund 56%. Bis dahin müssen sich die Winterfreunde noch mit nasskaltem, wechselhaften und stürmischen Wetter begnügen. Ein möglicher Flachlandwinter ist also erst im Februar 2012 in Sicht.

Anzeige

Ihnen gefällt die Wetterprognose? Teilen Sie es anderen mit!