Das es derzeitig ein Hin und Her bei den Wetter-Berechnungen gibt, haben wir in den vergangenen Tagen schon ausführlich erläutert - der Grund ist der Polarwirbelsplitt, welcher ab Morgen in Gang gesetzt wird. Fraglich war in den letzten Tagen, welche Position der Splitt einnehmen und auf welcher Seite Mitteleuropa liegen wird. Heute sieht es für Winterfans nicht mehr so düster aus wie gestern. Zum Wochenende hin wird es schon einmal deutlich kälter und etwa östlich einer Linie Schwarzwald - Dresden kann es zu Dauerfrost kommen. In der kommenden Woche zeigt das amerikanische Wettermodell dann überwiegend ruhiges und trockenes Hochdruckwetter bei Höchsttemperaturen zwischen -1 und +4 Grad, nachts verbreitet Frost bis -4 Grad. Anschließend kippt die Wetterlage um den 18. Januar auf eine Nordostströmung mit deutlich kälteren Temperaturen und Schneefällen. Das europäische Wettermodell zeigt eine ähnliche Tendenz mit kälterem Hochdruckwetter in der kommenden Woche und einer leichter Schneefalltendenz am 17. Januar im Norden. Im weiteren Verlauf wird auch beim europäischen Wettermodell der "Kaltluftkörper" im Nordosten "angezapft", was deutlich kältere Temperaturen und auch Schneefall zur Folge haben wird. Das interessante bei der Berechnung des europäischen Wettermodells ist, dass zum 17. Januar hin allmählich Hochdruck bei Grönland aufgebaut wird - somit beginnt langsam der Prozess, der häufig mit einem Polarwirbelsplitt einhergeht, die gestörte Zirkulation. Die Chancen auf ein nachhaltiges Winterwetter standen in diesem Winter noch nie so gut wie derzeit. Die Wetterentwicklung bleibt also äußerst spannend - aus diesem Grund werden wir im Laufe des Nachmittags nochmals ein Update herausbringen.
Update:
Auch im Nachmittagslauf setzt sich der winterliche Trend fort. Zunächst mit Hochdruckeinfluss in der kommenden Woche mit Temperaturen zwischen -2 und +5 Grad. Zum 20. Januar hin dann die Tendenz zur "Kältepol Anzapfung" aus Nordost mit zeitweiligen Niederschlägen - wohl zumeist in fester Form.

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